Mündener Rudertalent besteht ersten Härtetest der Saison / Technisch deutlich verbessert

Gelungenes Comeback auf dem Beetzsee

Friso Kahler. Foto: privat

Brandenburg. Friso Kahler vom Mündener Ruderverein (MRV) meldet sich nach einer krankheitsbedingten Pause eindrucksvoll zurück.

Auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel stellte sich der 17-Jährige bei der zentralen Leistungsüberprüfung des Deutschen Ruderverbandes (DRV) erstmals in diesem Jahr der nationalenKonkurrenz und belegte den 40. Platz in der deutschen Rangliste.

Die Ausgangslage für den Mündener Juniorenruderer war dabei alles andere als optimal. „Friso hatte sich im Februar eine langwierige Grippe eingefangen, sodass er erst seit drei Wochen wieder voll trainiert. Wir mussten den Saisonstart daher um einige Wochen verschieben und auf einen Start beim LeipzigerLangstreckentest Ende März verzichten,“ sagt MRV-Coach Thomas Kossert. Da die Rennen beim Frühtest jedoch nach den Ergebnissen dieser Langstrecke gesetzt werden, musste sich Kahler zunächst hinten einreihen. Zudem musste Kahler, der in den vergangenen beiden Jahren als B-Junior bislang noch über die verkürzte Renndistanz von 1500 Meter gefahren war, in Brandenburg erstmals über die olympische 2000-Meter-Strecke starten. „Das ist erstmal eine große Umstellung. Wir wollten den Test daher vor allem nutzen, um ein erstes Gefühl für die neue Distanz und das Timing zu bekommen“, sagt Kossert.

Unter den Augen von Junioren-Bundestrainerin Brigitte Bielig reichte es im Vorlauf zunächst nur für einen dritten Platz, da Kahler zu langsam aus den Startblöcken gefahren war. „Auf 1500 kann man so ein Loch noch zufahren, aber auf 2000 Metern ist das fast unmöglich“, kommentiert der 35-jährige MRV-Trainer. Folglich forderte Kossert einen deutlich aggressiveren Rennangang für den Zwischenlauf.

Hier kam Kahler wesentlich besser über die ersten 500 Meter und qualifizierte sich damit für den siebten Lauf am Sonntag. In einem technisch sauberen Rennen belegte der Mündener hier knapp den vierten Platz hinter Robert Leineweber aus Celle. Kossert zeigte sich dennoch hochzufrieden. Auch Landestrainer Tobias Rahenkamp zeigte sich äußerst zufrieden mit der Entwicklung des niedersächsischen Kadersportlers: „Friso hat im letzten halben Jahr technisch einen Riesensprung gemacht.“ Entsprechend hoffen Rahenkamp und Kossert, dass der Mündener schon bei der nächsten Regatta in Bremen nach vorn kommt. (nh)

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