Der Schwimmer der Northeimer Wasserfreunde blickt auf den 3. März zurück

Linus Nathos großer Tag

Mit dem Pokal des Siegers: Schwimmer Linus Natho von den Wasserfreunden Northeim. Foto: per

Odagsen. Wenn Linus Natho an den 3. März zurückdenkt, huscht ein Lächeln über sein Gesicht. Dieser Tag war einer der aufregendsten, den der 17-Jährige aus Odagsen bisher erlebt hat. Es war der Tag, an dem er in Hannover zu Niedersachsens Behindertensportler 2016 gekürt wurde.

„Natürlich hatte ich gehofft, dass die Wahl auf mich fällt, aber damit gerechnet habe ich auf keinen Fall“, kann der Schwimmer von den Wasserfreunden Northeim sein Glück immer noch kaum fassen. 25,9 Prozent der über 24 000 abgegebenen Stimmen hatte Natho bekommen und damit seine fünf Konkurrenten auf die Plätze verwiesen. „Allein die Nominierung hatte bei mir einen Motivationsschub ausgelöst“, sagt er.

Wer ist Jupp Heynckes?

Die Laudatio für Natho hatte niemand geringeres gehalten als Jupp Heynckes, der vor drei Jahren als Trainer mit dem FC Bayern München das Triple gewonnen hatte. Den hatten Linus und seine Familie, mit der er nach Hannover gefahren war, schon im Bus vom Hotel zur Veranstaltungshalle getroffen. „Und wir wussten gar nicht, wer das ist“, sagt der 17-Jährige, der mit Fußball so gar nichts am Hut hat. „Ich habe diesem netten älteren Herren einfach mal einen Sitzplatz bei uns angeboten und er hat dort Platz genommen“, erzählt Linus´ Mutter Uta. Als sie sich dann vorstellte, habe Heynckes sofort gefragt, ob der junge Mann neben ihm Linus Natho sei. „Er erzählte, dass er gerade im Hotel seine Biographie gelesen hat“, so Uta Natho. „Da habe ich dann zum ersten Mal geahnt, dass Linus tatsächlich Behindertensportler des Jahres werden könnte.“

„Der aufregendste Moment kam dann für mich, als ich zusammen mit den fünf anderen Kandidaten vor rund 300 Gästen auf die Bühne ging und dort Fragen beantworten musste“, erzählt Linus Natho, der nur ungern derart im Mittelpunkt steht. „Das hat er aber richtig gut gemacht und dabei sogar auch mal richtig gelächelt“, lobt seine Mutter.

Als Jupp Heynckes später dann tatsächlich seinen Namen als den des Siegers verlas, konnte er es gar nicht glauben. „Ich freue mich so sehr über diese Auszeichnung“, sagt er. Das sei eine tolle Bestätigung für die Mühen, die der Sport mit sich bringe. „Und die Auszeichnung sorgt dafür, dass ich mehr mit dem Schwimmen in Verbindung gebracht werde“, so der 17-Jährige. Das habe er direkt einen Tag nach der Ehrung zu spüren bekommen, als er auf einer Abifeier gleich von mehreren Gästen auf die Ehrung angesprochen wurde. (per)

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