Linus Natho von den Northeimer Wasserfreunden ist Behindertensportler des Jahres

Natho überstrahlt alle

Stolzes Lächeln: Linus Natho von den Wasserfreunden Northeim mit seinem Siegerpokal. Fotos: Minkus/nh

Hannover. Er selbst hätte es wohl am allerwenigsten erwartet. Dementsprechend sprachlos war Schwimmer Linus Natho von den Wasserfreunden Northeim, als er am Donnerstagabend vom Präsidenten des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen (BSN) Karl Finke, Laudator Jupp Heynckes und Sozialministerin Cornelia Rundt vor über 300 geladenen Gästen in Hannover zum Behindertensportler des Jahres gekürt wurde.

„Wer es bis zu unserer Gala geschafft hat, gehört sowieso schon zu den Gewinnern. Sie sind sechs Ausnahmesportler, auf die der BSN besonders stolz ist. Deshalb ist es fast bedauerlich, dass auch in diesem Jahr nur einer Sieger sein kann“, sagte Finke und überreichte Natho zusammen mit Jupp Heynckes die Sieges-Trophäe.

Obwohl der Northeimer mit 25,9 Prozent aller Stimmen, insgesamt über 24 000 wurden abgegeben, relativ deutlich vor Philippa Bartels (19,4/Radsport) und Timm Seestädt (18,2/Rennrollstuhl) gewann, wurde doch allen sechs Nominierten gleichermaßen die ihnen gebührende Ehre auf der Bühne des GOP-Varietés zuteil. Durch Filme und Interviews konnten sich die Gäste von ihnen - wie auch von Felix Schrader (15,7/Sledge Eishockey), Christian Götze (10,8/Rollstuhlrugby) und Benjamin Weese (10,0/Schwimmen) - ein Bild verschaffen.

Sogar Laudator Jupp Heynckes, der in seiner eigenen sportlichen Karriere und auch als Fußball-Trainer schon vielen verschiedenen Menschen begegnet ist, zeigte sich berührt. „Ihre Leistungen sind fantastisch. Sie sind beeindruckende Menschen. Ich habe großen Respekt davor, wie Sie die täglichen Herausforde-rungen im Sport annehmen.“

„Linus Natho ist zudem ein gutes Beispiel für gelebte Inklusion, hat er doch als Kind schon immer mit Nichtbehinderten trainiert“, betonte Finke. „Ich freue mich, mit ihm einen Menschen im BSN zu wissen, der unser Bemühen bestätigt, Inklusion zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen.“ Denn auch heute noch zieht der 17-Jährige, der mit einer Spalthand zur Welt kam, in seinem Verein meist mit Jugendlichen ohne Handicap seine Bahnen und findet das völlig normal. (red)

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