Rotenburger Ruderverein will vor allem Nachwuchsarbeit wieder intensivieren

Spaß am Rudern: Hermann-Josef Strotmann war mit 53 Jahren im Mai der älteste Teilnehmer am vereinsinternen Drei-Brücken-Triathlon. Foto: nh

Rotenburg. Der Rotenburger Ruderverein (RRV) hat in seiner 31-jährigen Geschichte große Erfolge gefeiert. Jan Fischer hat sogar einen WM-Titel für den Klub gewonnen. Doch das ist 26 Jahre her.

Derzeit wird bei den Rotenburgern kein Wettkampfrudern betrieben. „Das heißt aber nicht, dass wir ohne sportliche Ziele rudern. Unser Ziel ist es, so viele Trainingskilometer wie möglich zu errudern“, sagt Sabine Stenzel, die Vorsitzende des Vereins.

Für jeden Ruderer wird ein Kilometerkonto geführt. Am Jahresende lässt sich dann leicht ablesen, wer die Fleißigsten waren. Drei Mitglieder haben es 2014 zusammen auf mehr als 1300 Kilometer gebracht.

Beim Kilometerzählen alleine soll es aber in Zukunft nicht bleiben. Der Verein möchte sich wieder stärker auf Nachwuchsarbeit konzentrieren und auf diesem Weg auch ein Stück weit zum Wettkampfrudern zurückfinden. Deshalb sind dem RRV Neulinge sehr willkommen. Interessierte Anfänger können immer sonntags um 10 Uhr zum Schnuppern ins Rotenburger Bootshaus kommen.

Der Jüngste bald im Einer

Sieben Jahre alt ist derzeit der jüngste Ruderer. Demnächst steht seine erste Runde im Einer an. Die erste Station der Anfänger ist das Großboot. In diesem werden die technischen Grundlagen erlernt. Dafür stehen dem Verein zwei Gig-Doppelvierer zur Verfügung. „Gig“ bedeutet, dass das Boot breiter und stabiler ist. Es schwankt weniger und ist kaum zum Kentern zu bringen.

Neben den vier Plätzen an den Rudern - einer davon ist immer für ein erfahrenes Mitglied reserviert - gibt es noch einen Sitz für den Steuermann. Nach der ersten Lernphase folgt der Umstieg in den Doppelzweier. Das ist ein Rennboot ohne Steuermann. Der letzte Schritt führt dann in den Einer.

Eine bunt gemischte Truppe: Die Rotenburger Ruderer wollen wieder verstärkt eigenen Nachwuchs fördern. Aber auch ältere Interessenten sind ihnen herzlich willkommen. Foto: nh

Wettkampfpraxis haben die Rotenburger Ruderer zuletzt im Mai beim vereinsinternen Drei-Brücken-Triathlon sammeln können. Der besteht aus einem Fünf-Kilometer-Lauf, zwölf Kilometern auf dem Rad und fünf weiteren im Boot. Marlene Heise war mit zwölf Jahren die jüngste Teilnehmerin, Hermann-Josef Strotmann mit 53 der älteste.

Das zeigt: Gerudert werden kann in fast jedem Alter, unabhängig vom Geschlecht. Rudern ist zudem in nur zwei bis vier Wochen erlernbar und gut für die Gesundheit und die Fitness. Außerdem, sagt Klubchefin Sabine Stenzel, sei es einfach unvergleichlich schön, die Fulda vom Wasser aus zu erleben.

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