Bei Kasseler Ruderregatta drängte  Nachwuchs in den Mittelpunkt

Auf dem Wasser zu Hause: Bei der Stadtmeisterschaft im Männer-Achter lieferten sich die Boote ein packendes Rennen. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen gewann die Mannschaft des Rudervereins Kurhessen Cassel (drittes Boot von vorn, Steuermann im roten Trikot) vor dem Friedrichsgymnasium. Foto:  Fischer

Kassel. Entlang des Auedamms herrschte in den Tagen der 80. Kasseler Ruderregatta reges Treiben. 39 Vereine mit rund 350 Ruderinnen und Ruderern aus den Bundesländern Hessen, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gingen auf der Fulda an den Start.

Im Mittelpunkt: die Kinder und Jugend.

Der Ansporn

In den vergangenen Jahren verstärkten neben dem Ruderverein Friedrichsgymnasium (RVFG) immer mehr Kasseler Vereine die Kinder- und Jugendarbeit. Erster Ansatzpunkt sind hierbei oft jene Schulen, die Ruder-AGs anbieten. Sie erfreuen sich stetig wachsenden Zulaufs.

In einer solchen Arbeitsgemeinschaft an der Albert-Schweitzer-Schule in Kassel lernten sich die Mädchen Annika Dörsing, Johanna Niggemann, Carolin Marx und Julika und Amber Walbeck kennen. „Wir hatten eigentlich alle den gleichen Gedanken. Wir wollten unbedingt einer Sportart nachgehen, die außergewöhnlich ist, Spaß macht und auf dem Wasser stattfindet“, sagt Steuerfrau Julika Walbeck. „Außerdem gefällt uns der Teamgedanke“, fügt Annika Dörsing hinzu.

Die Ruderinnen des Turn- und Rudervereins der Albert-Schweitzer-Schule (TRVASS) belegten im Mädchen-Doppelvierer über 3000 m den zweiten Platz hinter der Frankfurter Rudergesellschaft. Über den Ausgang der Regatta waren sie geteilter Meinung, obwohl sich die Mädchen für den Bundeswettbewerb qualifizierten. „Da wäre mehr für uns drin gewesen“, meinte Johanna Niggemann, die mit dem Start nicht ganz zufrieden war. Carolin Marx sah es anders: „Ich denke, wir haben gezeigt, dass wir in den letzten Wochen gut gearbeitet haben.“

Der Anreiz

Die Jüngsten, die Elf- bis 14-Jährigen, kämpften am Samstag um die Qualifikation für den Ruder-Bundeswettbewerb in Salzgitter. Hierbei qualifizierten sich die zwei besten Boote aus den jeweiligen Boots- und Altersklassen.

Erfreulich aus Kasseler Sicht: Fünf Boote des RVFG lösten das Ticket nach Salzgitter und vertreten dort das Land Hessen. Der Leichtgewichts--Doppelzweier der Jungen mit Louis Chyko und Markus Blumenstein, der Leichtgewichts--Doppelzweier der Mädchen mit Solveig Bieger und Merle Klingebiel, der Jungen-Doppelvierer mit Bryan Fischer, Pascal Kiehl, David Tibken, Jona Trier sowie Steuermann Kani Mohammadi und im Mädchen-Einer Binta Kreuter und Lena Marie Lester.

Außerdem qualifizierten sich: Für die Rudergesellschaft Kassel 1927 (RG27) im Mixed-Vierer Sören Hohbein, Lasse Nuss, Malou Wollenhaupt, Jule Böckmann mit Steuermann Henry Liese, im Doppelzweier Emma Zabel und Anna Langemann sowie im Einer Malou Wollenhaupt und Henry Liese. Carolin Hinn vom Ruderverein Kurhessen-Cassel (RVKC) wird im Leichtgewichts-Einer ebenfalls beim Bundeswettbewerb fahren.

Der Anfang

Traditionell startete die Regatta am Freitag mit der Stadtmeisterschaft über eine Distanz von 1000 Metern. Sowohl im Stadt-Schüler-Vierer als auch im Stadt-Schülerinnen-Vierer erreichte der stark vertretene RVFG als Erster das Ziel. Den Stadt-Frauen-Vierer entschied der RVKC für sich. Die Stadtmeisterschaft im Männer-Achter gewann ebenfalls der RVKC nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem RVFG.

Die Analyse

Holger Römer, Vorsitzender des RVFG und Regattaleiter, der sich um alle organisatorischen Abläufe kümmerte, war zufrieden mit der Veranstaltung. „Wichtig ist, dass die Kinder Spaß hatten, mit Leidenschaft bei der Sache waren und sich faire Wettkämpfe lieferten. Das steht an erster Stelle.“

• Weitere Ergebnisse finden Sie im Internet unter www.regattaverein.de

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