Fragen und Antworten vor dem Start

Wasserballer vor Wintersaison: Spektakel im kühlen Nass

Kampf um den Ball: Wie in dieser Szene zwischen den Nationalteams von Ungarn und der Slowakei geht es beim Wasserball nicht immer zimperlich zu. Die Entscheidung über ein Foulspiel hängt auch damit zusammen, ob der gegnerische Spieler in Ballbesitz ist oder nicht. Foto:  dpa

Kassel. Die Wasserballer der WBV 82 Kassel starten heute mit einem Heimspiel im Auebad in die Wintersaison: Ab 20.30 Uhr ist Germania Braunschweig im Pokal zu Gast. Zum Liga-Auftakt am 10. Dezember stellt sich dann der ASC Göttingen ab 20.30 Uhr in Nordhessen vor. Wir nehmen das zum Anlass, die Sportart Wasserball in Fragen und Antworten vorzustellen:

? Seit wann gibt es eigentlich Wasserball?

! Im Jahr 1870 hat der London Swimming Club ein Komitee beauftragt, das die Regeln des Fußballs auf ein Spiel im Wasser übertragen sollte. Vier Jahre später meldete die Arbeitsgruppe Vollzug, und das erste „Water Football“ wurde im Crystal Palace in London ausgetragen. 1894 tauchte der Sport erstmals in Deutschland auf, als Wasserballer Fritz Kniese seinen Kollegen vom Schwimmclub Borussia Berlin von seinen Erlebnissen auf der Insel erzählte.

? Warum hat Wasserball bei Olympia einen besonderen Stellenwert?

! Die Antwort auf diese Frage spielte kürzlich auch beim TV-Quiz „Wer wird Millionär?“ mit Günther Jauch eine Rolle. Denn Wasserball ist die älteste Mannschaftssport, die sich im olympischen Programm befindet. 1900 in Paris wurde der erste Wettbewerb ausgetragen. Seitdem ist Ungarn mit neun Olympiasiegen die erfolgreichste Nation. Deutschland gewann 1928 in Amsterdam die Goldmedaille. Seit 2000 findet auch ein Frauenturnier bei Olympia statt.

? Welches Team dominiert Wasserball in Deutschland?

! Auch wenn man sich nicht unbedingt für Wasserball interessiert, hat man diesen Klub zumindest schon mal gehört: Wasserfreunde Spandau 04 Berlin. Seit 1979 haben sie 33 Meistertitel gewonnen. Nur 1993, 2006 und 2013 siegte ein anderer Verein.

? Welche Regeln gibt es beim Wasserball?

! Eine Mannschaft besteht aus 13 bis 15 Spielern, wobei sich sechs Spieler und ein Torwart gleichzeitig im Wasser befinden. Gespielt wird viermal acht Minuten in einem 20 bis 30 Meter langen sowie 10 bis 20 Meter breiten Becken bei den Herren. Die Frauen spielen auf einer Länge von 20 bis 25 Metern. Die Tore sind drei Meter breit und 90 Zentimeter hoch, die Wassertiefe muss mindestens 1,80 Meter betragen – Abspringen vom Beckenboden ist verboten. Feldspieler dürfen den Ball immer nur mit einer der beiden Hände oder Arme berühren, der Torwart darf im eigenen Fünfmeterraum beide Hände benutzen. Das Behindern eines Spielers, der nicht im Ballbesitz ist, wird mit einem Foul und Freiwurf geahndet. Halten, Tauchen und Zurückziehen des Gegners (ohne Ball) zieht eine 20-sekündige Herausstellung nach sich.

? Welche Techniken nutzen die Spieler im Wasser?

! In ruhigen Spielsituationen kommt das Brustschwimmen zum Einsatz, schnelle Aktionen werden im Kraulstil bestritten. Um sich über Wasser zu halten, praktizieren Spieler und vor allem Torhüter das kraftsparende Wassertreten.

Von Torsten Kohlhaase

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