Zwölfmal Gold für Mündener Rennkanuten bei Norddeutschen Meisterschaften in Hamburg

Tolle Bilanz trotz schwieriger Umstände

Beeindruckten wieder einmal: Paula Franklin und Marvin Stryga. Fotos: privat

Hamburg. Bei den Norddeutschen Kanurennsportmeisterschaften auf der Regattabahn Allermöhe fischten die Kanuten des Mündener Kanu Clubs insgesamt 18-Mal Edelmetall aus der Dove-Elbe. Zwölfmal durften sie sogar das oberste Treppchen bei der Siegerehrung besteigen und damit den Titel des Norddeutschen Meisters entgegen nehmen.

Drei Tage Dauerregen und Windböen zerrten nicht nur an den Nerven von Sportlern und Trainern, sondern machten auch die Regattastrecke zu einer echten Herausforderung. Hiervon ließen sich die MKC-Leistungsträger aber nicht beeindrucken, sondern „lieferten ab“. Marko Broda holte in der Juniorenklasse gleich sechsmal Gold in den Mannschaftsbooten des Landesverbandes Niedersachsen, nämlich über alle Distanzen (200, 500 und 1000m) sowohl im Kajakvierer, als auch im Kajakzweier mit Nationalfahrer Jakob Thordsen (Hannover). Dieses Boot beherrschte die starke Konkurrenz des SC Neubrandenburg sicher und dürfte auch bei der Medaillenvergabe bei den Deutschen Meisterschaften Anfang September in München eine Rolle spielen.

Das stärkste Ergebnis im Einer lieferte erneut Leistungsklassefahrer Marvin Stryga ab. Im Hochklassigen 200m-Finale sprintete er nach einem völlig verpatzten Start durch einen grandiosen Endspurt als Erster über die Ziellinie. Und auch der Kajakzweier mit Max Staats (Göttingen) sowie der Vierer mit der Renngemeinschaft aus Hannover konnte Gold entgegennehmen.

Bei den Juniorinnen punkteten mir Paula Franklin/Lea Schwandt (Münden/Hannover) erneut die A-Finalistinnen der letzten DM. Ihr bestes Rennen lieferte Paula jedoch im Kajakeiner über die 200m ab. Bis zum Schluss machte sie Nationalfahrerin Carolin Sorgers (Neubrandenburg) das Leben schwer und holte denkbar knapp Silber.

In der weilblichen Jugend der AK 15/16 zeigte Svea Spiegler ihre Stärken auf den langen Distanzen. Mit Partnerin Tamara Ronski (Hannover). Über die 5000m-Langstrecke taktete Schlagfrau Spiegler den Kajakzweier bei schwerem Wellengang souverän durch die Wenden des 2000m- Rundkurses und ließ den favorisierten Gegnern keine Chance auf den Titel.

Fynn Krause (AK 13/14) konzentriert sich in dieser Saison auf die Mannschaftsboote der Niedersächsischen Schülerauswahl (VK Nord) und schaffte hier den Sprung in den ersten Vierer. Zusammen mit den Hannoveranern Davis Appelhans, Anton Budimir und dem Verdener Jannes Karius holte Fynn Gold über die 500 und die 2000 m. Im Kajakzweier Finale der besten Neun mussten Krause/Karius nur ihrem Viererkollegen den Vortritt lassen und wurden souveräne Zweite. Finale hieß es hier auch für Erik Oppermann, der mit Enno Stelter (Hannover) überraschend ins Finale einzog und Achter wurde.

Nele Spiegler punktete in Hamburg im Kajakzweier der A-Schülerinnen (AK 13/14) erstmals mit Mirja Rauer (Hannover) auf der 2000m-Langstrecke. Lange hielten sie die Führung vor den Favoriten und Siegern des 500m-Finales aus Malchin und büßten diese erst nach der 1000m-Wende ein. Für die erst Zwölfjährige Nele dennoch ein tolles Ergebnis und ein deutliches Signal an die Konkurrenz für die Saison 2018.

Das erfolgreiche MKC-Ergebnis rundeten Thore Reiche und Paul Oppermann in ihrem ersten Jugendjahr mit sehr guten persönlichen Leistungen und Platz fünf im Finale des Kajakvierers ab. (nh)

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