Vor Ort bei den Deutschen Meisterschaften im Kanumarathon bei der WVC Kassel

Zu Wasser und über Land

Es geht um jede Sekunde: Der für Schierstein startende Kasseler Felix Richter hat eine der Stellen erreicht, wo das Boot getragen werden muss. Foto: Hedler

Kassel. 163 Sportlerinnen und Sportler aus 40 Vereinen traten gegeneinander an und lieferten sich bei milden Temperaturen heiße Kämpfe. Was bei den Deutschen Meisterschaften im Kanumarathon in Kassel an Pfingsten los war:

Der Ausrichter

Die WVC Kassel war zum fünften Mal Ausrichter der Titelkämpfe – was nur mit der Unterstützung zahlreicher freiwilliger Helfer möglich war. Das Vereinsgelände der WVC glich in diesen Tagen einem Campingplatz, da die aus ganz Deutschland angereisten Vereine dort ihre Zelte aufschlugen. Die Vereinigung, die mit mehr als 800 Mitgliedern zu einem der größten Sportvereine Kassels zählt, richtet das Hauptaugenmerk ihres Sportangebots auf Wassersportarten – wie beispielsweise Kanu.

Die Meisterschaften

Auf der Fulda legten die männlichen Starter insgesamt 32,1 km zurück und mussten dabei sechsmal eine Stelle passieren, an der die Teilnehmer das Boot über eine Strecke von 150 Metern tragen mussten – der Fachmann spricht bei dieser Übung von Portage. In der Leistungsklasse weiblich musste eine Strecke von 26,8 km absolviert werden. Junioren und Senioren kamen auf eine Distanz von 21,5 km, während Schüler insgesamt 10,9 km paddelten.

Dabei starteten die Teilnehmer gegenüber vom Vereinsgelände der WVC. Danach ging es flussabwärts zur Wende an der Drahtbrücke und anschließend weiter zur Wende an der Eisenbahnbrücke.

Der verlauf

Besonders interessant bei den Meisterschaften waren die Regatten der Leistungsklassen weiblich und männlich. Dabei ging es für die Starter um die Nominierung für die WM in Brandenburg. In der Damen-Leistungsklasse kam Jennifer Klein vom WSV Rheintreue Düsseldorf mit fast einer Minute Vorsprung als Erste ins Ziel (2:27:42).

Wesentlich spannender war hingegen das Rennen bei den Herren: Der Kasseler Felix Richter, der für den WV Schierstein im Einsatz war und einst für den PSV Grün-Weiß paddelte, lieferte sich harte Kämpfe mit Andreas Heilinger (Raunheim) und Marcel Paufler (Bremen). Letzterer entschied die Regatta für sich, während Richter den dritten Platz mit weniger als zwei Sekunden Rückstand belegte (2:32:33).

Weiterhin erfreulich aus heimischer Sicht war die Leistung der beiden Geschwister Elin und Enja Rößeling (KT Hessen) im Zweier-Kanu, die sich bei den Schülerinnen den zweiten Platz sicherten.

Das Resümee

Rennsportwartin Natascha Dietrich von der WVC, Tochter des Vorsitzenden Axel Dietrich, zog eine positive Bilanz der Veranstaltung: „Die Sportlerinnen und Sportler kommen gern nach Kassel. Zum einen aufgrund der geografischen Lage der Stadt, zum anderen, weil wir als Verein großen Wert darauf legen, dass es den Teilnehmern hier an nichts fehlt. Der Spaß steht im Vordergrund.“

Die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten, da die Kanuten bis an die Leistungsgrenze gingen und spannende Wettbewerbe boten.

Von Raphael Wieloch

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