Handball-Oberliga Männer: Northeim trotz Sieben-Tore-Führung nur mit 30:29-Sieg

Wechselbad der Gefühle

Energischer Einsatz: Northeims Kai Effler (am Ball) springt höher als Altwarmbüchens Helge Michaelis (11) und Jan Mazur (21). Zum Sieg steuerte der HSGer fünf Treffer bei. Foto: Jelinek

Northeim. Noch vier Sekunden zu spielen in der Schuhwallhalle. Freiwurf für den TuS Altwarmbüchen. Benjamin Klemz zieht ab und trifft nur die Latte - der Sieg für die HSG Northeim! Denn nach 60 nicht immer hochklassigen, aber sehr spannenden Minuten hat das Team von Trainer Carsten Barnkothe knapp mit 30:29 (14:12) die Nase vorn und zudem die Misserfolgsserie in der Handball-Oberliga von zuletzt 1:7-Punkten gestoppt.

Doch was soll man sagen nach so einer Schlussphase? War der Sieg nun verdient oder glücklich? Fest steht: Die 200 Zuschauer wurden (nicht zum ersten Mal) von der HSG durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt.

„Wenn wir so kurz vor Schluss noch den Ausgleich kassiert hätten, wären wir die Deppen gewesen“, merkte Barnkothe hinterher richtig an. In der Tat: Sieben Minuten vor Schluss führte seine Mannschaft mit sieben Toren Vorsprung. Alles schien in trockenen Tüchern, beim 30:23 konnte eigentlich nichts mehr passieren. Doch weit gefehlt!

Altwarmbüchen holte Tor um Tor auf, die Zuschauer konnten es nicht fassen. Als dann Michel Skala beim 30:28 auch noch einen Siebenmeter neben das TuS-Tor warf, lagen die Nerven endgültig blank. Aber es ging ja gerade nochmal gut...

Zuvor nämlich hatten die Northeimer eine ordentliche Partie gezeigt, aus der einmal mehr Torwart Wode mit zwei parierten Siebenmetern und 24 Paraden ebenso herausragte wie der flinke Linksaußen Jan Niklas Falkenhain mit neun Toren. Zudem strich Barnkothe den Mittelblock mit Andre und Kai Kühn heraus.

Die HSG startete mit einem 3:0, musste das 7:7 (15.) hinnehmen, lag aber wieder 12:8 (22.) vorn. Die Pausenführung hätte aber noch höher sein müssen, denn drei 200-prozentige Chancen wurden vergeben.

„Die zweite Halbzeit haben wir dann sehr stark gespielt“, meinte Barnkothe später zurecht. Durchweg lagen die Northeimer in Front, erst 15:14, danach 19:15 (36.) und 25:19 (45.). Die zwei Zähler waren nur noch Formsache...

„Aber dann haben das Zurücklaufen vergessen“, hatte der HSG-Trainer erkannt. So habe es zum Schluss eben „einen faden Beigeschmack“ gegeben. Barnkothe nahm´s mit Humor: „In den letzten fünf Minuten haben wir noch etwas für die Spannung getan...“

HSG Northeim/H./H.: Wode, M. Wilfer - Aman, Friedrichs 6, Schmidt 2, K. Kühn 3, K. Effler 5, A. Kühn 3, Pischke, Strupeit 1, Skala 1, T. Effler, Falkenhain 9/3.

Von Helmut Anschütz

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