Verbandsliga: Christian Leck erzielt Anschlusstreffer und MFV macht nichts daraus

Wefringhaus milde trotz 1:3

Kein Durchkommen: Hier klärt Grebensteins Kevin Seeger vor dem Melsunger Christian Leck (l.). Sein Anschlusstreffer war zu wenig, um die 1:3-Niederlage zu verhindern. Foto: Hahn

melsungen. Wenn eine Heimmannschaft erst einem 0:1- und dann gar einem 0:2-Rückstand glücklos hinterher rennt, ihr dann aber doch noch (relativ rechtzeitig) der Anschlusstreffer gelingt, ist das häufig der Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Aufholjagd. Nicht so im Falles des Fußball-Verbandsligisten Melsunger FV. Der ließ die aufbauende Wirkung des 1:2 (66.) verpuffen und musste schließlich gegen den TuSpo Grebenstein eine verdiente 1:3 (0:1)-Niederlage hinnehmen.

Einen „Sonntagsschuss“ des eingewechselten Tobias Möller (74.) machte MFV-Torschütze Christian Leck für die verpasste Wende verantwortlich. Womit er einerseits recht hatte. Andrerseits ließ seine Elf die nötige Leidenschaft vermissen, was auch Trainer Wefringhaus monierte: „Wir haben zu lethargisch gespielt.“

Der Gegner war da aus anderem Holz geschnitzt. Als dieser merkte, dass er mit der eigenen Führung durch M. Fröhlich-Gildhoff (43. Foulelfmeter) und Christoph Reuter (48.) wohl zu sorglos umgegangen war und dafür prompt die Quittung bekommen hatte, legte er einen Zahn zu. Denn vor der Entscheidung hatte Torwart Beetz bereits dreimal gegen die freistehend vor ihm auftauchenden Sebastian Ullrich (67., 72.) und Jan Hohagen (70.) das 1:3 verhindert. Das wiederum, so Christian Leck, habe seiner Mannschaft den Rest gegeben.

Dabei hatte sie durchaus vielversprechend begonnen. Mit entschlossenem Pressing, das die Gastgeber aber nicht durchhalten konnten. Die Folge: Das Geschehen spielte sich fast ausschließlich im Mittelfeld ab, wo sich die Akteure neutralisierten. Bis Sascha Beetz gegen den plötzlich durchgebrochenen Ullrich die Notbremse zog und die Heimniederlage ihren Lauf nahm.

Eine, an der Peter Wefringhaus durchaus zu knabbern hatte. Schließlich hatten sich seine Schützlinge von einem keineswegs übermächtigen Gegner den Schneid abkaufen lassen. Trotzdem hielt sich der MFV-Coach mit Kritik zurück, scharte stattdessen direkt nach dem Spiel seine Schützlinge um sich, um ihnen Mut zu zusprechen: „Keine Angst, wir werden die Kurve noch kriegen.“

Natürlich im Bewusstsein, dass der Abstiegskampf für die Bartenwetzer nun so richtig begonnen hat. Und die Formkurve des gut gestarteten Neulings nach unten zeigt. Da hilft dann vor der Winterpause wirklich nichts anderes, als den Rückschlag so schnell wie möglich wegzustecken. Um einen weiteren zu vermeiden. •Melsunger FV: Beetz - Rudolph, Eberwein, Stöhr, Pranschke - Gibhardt, Seker (46. Horn), Heinemann, Bajic - Leck, Boll.

Von Ralf Ohm

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