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Wegweisende 48 Stunden für Fußballerinnen des TSV Netra

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Von: Marvin Heinz

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Unzufrieden mit der Situation, dass zwei Mannschaften des gleichen Vereins in einer Liga zusammenspielen: Netras Trainer Kevin Jakobi.
Unzufrieden mit der Situation, dass zwei Mannschaften des gleichen Vereins in einer Liga zusammenspielen: Netras Trainer Kevin Jakobi. © Marvin Heinz

Wegweisende 48 Stunden stehen bei der Frauenmannschaft des TSV Netra ab heute Abend in der Fußball-Kreisoberliga an.

Netra - Heute Abend empfängt der Tabellenzweite um 19 Uhr in der Kreisoberliga Fulda die Zweitvertretung der FSG Raßdorf/Bosserode. Zwei Tage später steht das Spitzenspiel auf der Tagesordnung. Die Ringgauer spielen am Freitag, ebenfalls um 19 Uhr, auf heimischen Rasen gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer. Der FSG Raßdorf/Bosserode führt mit 24 Punkten, 37 Toren und lediglich fünf Gegentoren das Tableau an.

Trainer Jakobi: „Wollen die Pflichtaufgabe heute meistern“

„Wir haben das Spiel gegen die Zweite verlegt aus personellen Gründen“, sagt Trainer Kevin Jakobi, der die Spielreihung als reinen Zufall bezeichnet. Mit der Topbesetzung will Jakobi in die Englische Woche gehen: „Wir wollen heute die Pflichtaufgabe meistern, um am Freitag im Spitzenspiel die beste Saisonleistung abzuliefern.“

Dass es überhaupt zur diesen Spielpaarungen kommen kann, hat Jakobi bereits in der Vergangenheit bei den Entscheidungsträgern im Kreisfußballausschuss des Landkreises Hersfeld-Rotenburg und beim Hessischen Fußballverband kritisiert.

Eine Lösung - wie zum Beispiel ein Wechsel in eine angrenzende Kreisoberliga - folgte nicht. Mangels Masse und aufgrund des Rückgangs im Frauenbereich hielten die Verantwortlichen in der untersten Liga an der Ligeneinteilung fest, sagt Jakobi.

Im Herrenfußball wäre so etwas das nicht denkbar

„Die Konstellation ist im Herrenfußball absolut nicht denkbar und wäre ein absolutes Novum“, so Jakobi, der sieht, wie die FSG Raßdorf/Bosserode II Woche für Woche den Kader mit zwei Spielerinnen aus der Ersten komplettiert. Damit ist die Torjägerliste auch verzerrt.

„Manche Spielerinnen stehen am Ende fast 35-mal auf dem Platz, während für meine Spielerinnen nach 20 Spielen Schluss ist“, so Jakobi, der auch das direkte Aufeinandertreffen zwischen der ersten und zweiten Mannschaft anmahnt: „Das ist nicht der sportliche Wettkampf, so wie wir uns ihn vorstellen.“

(Marvin Heinz)

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