Regionalliga-Volleyballerinnen gewinnen auch zweites Stadtderby bei Aufsteiger TV Jahn Kassel mit 3:1

Wehlheiden ist die Nummer eins

Am Boden: Jahn-Spielführerin Ina Schwalm.

Kassel. „Die Nummer eins der Stadt sind wir“, stimmten die mit Trommel und Kuhglocke bestückten Fans der TG Wehlheiden an und entrollten ein Transparent mit dem gleichnamigen Schriftzug darauf.

Wie auch im Hinspiel hat sich, wenn auch diesmal etwas deutlicher, die Erfahrung im Volleyball-Derby der Frauen am Ende durchgesetzt.

Mit 3:1 (21:25, 25:19, 25:17, 25:15) triumphierten die Gäste bei Aufsteiger TV Jahn Kassel und gewannen damit auch das zweite Stadtduell in der Regionalliga.

Doch zunächst sah es vor etwa 200 Zuschauern nicht nach einem Sieg der Wehlheiderinnen aus. Die führten zwar im ersten Satz aufgrund erneut starker Aufschläge von Kim Schröder und Asja Heinrich schnell mit 9:2, aber der zuletzt arg vom Verletzungspech gebeutelte Aufsteiger schlug zurück. Besonders der Außenangriff über Karina von Kentzinsky und Alexandra Schwindt zeigte ein ums andere Mal Wirkung. Die Gastgeberinnen glichen immer wieder aus (11:11, 19:19) und gewannen schließlich 25:21.

War der TV Jahn zu Beginn im Angriff noch durchschlagskräftig, scheiterte das Team von Trainer Florian Margraf im zweiten Durchgang mehr und mehr am starken Block von Wehlheiden, meist gestellt von Kim Schröder und Asja Heinrich. Außerdem bereiteten die harten Angaben den Gastgeberinnen Probleme, die den Satz jedoch bis zum 16:17 ausgeglichen gestalten konnten. Am Ende sicherte dann aber auch eine starke Feldabwehr in Person der TGW-Libera Julia Wagner den Satzausgleich (25:19).

An diesem Abend zeichnete den Regionalliga-Stammgast besonders die größere Variabilität aus. Ob Samira Fromm über die Außenposition, Kirsten Zech nach Überkopf-Zuspiel oder Evis Hofverberg im Rückraumangriff – der dritte Satz schien dem TV Jahn nach 4:9-Rückstand schnell zu entgleiten. Doch der Aufsteiger kämpfte sich auf 13:16 heran, punktete über Maya Englisch. Aber das reichte nicht, weil die zweite starke Mittelblockerin Rebecca Rigbers zuletzt verletzt war und noch nicht richtig fit schien. Mit 25:17 ging der Satz schon recht deutlich an die Gäste.

Noch komfortabler war der Vorsprung dann im vierten Abschnitt. Beim Stand von 13:15 gelangen den Gastgeberinnen nur noch zwei Punkte, und Wehlheiden sicherte den Sieg souverän (25:15). Während die TGW auf Platz vier von der neuen dritten Profiliga träumen darf (die ersten fünf Teams hätten ab der nächsten Saison Anspruch darauf), bleibt der TV Jahn Vorletzter.

Von Torsten Kohlhaase

Derby-Stimmen

Ina Schwalm (Spielführerin TV Jahn): „Wehlheiden hat es geschafft, dass wir kaum über die Mitte spielen konnten. So gelang es uns auch nicht, den nötigen Druck aufzubauen.“

Florian Margraf (Trainer TV Jahn): „Durch unser Verletzungspech sind wir natürlich in den vergangenen zwei Monaten arg gebeutelt gewesen. Auf allen Positionen gelang es uns heute nicht, unsere beste Leistung abzurufen.“

Kirsten Zech (Spielführerin TG Wehlheiden): „Ich denke, dass wir heute einfach die routiniertere Mannschaft waren. Und trotzdem haben wir uns noch viel mehr vorgenommen, als wir letztendlich zeigen konnten.“

Evis Hofverberg (TG Wehlheiden): „Wir waren vor dem Derby wieder richtig aufgedreht. Jahn hat heute nicht so gut aufgeschlagen wie im Hinspiel, das hat uns auch geholfen.“

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