Autonome Helfer für den Verbandsligisten

Weidenhausen setzt zukünftig auf Mähroboter

Die Adler im Einsatz.
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Bereit für den Einsatz: Damit der Rasen in Weidenhausen, wie hier auf unserem Archivbild, in der neuen Saison in bestem Zustand ist, setzen die Adler zukünftig auf Technik.

Während sich die Fußballer des SV Adler Weidenhausen weiterhin in Geduld üben und auf das gemeinsame Training in Mannschaftsstärke verzichten müssen, wird in Sachen Rasenpflege bereits jetzt nichts mehr dem Zufall überlassen.

Weidenhausen ‒ Denn noch bevor Bundesligist Eintracht Frankfurt am Mittwoch nachzog, nahm die Vereinsspitze am Tag zuvor drei autonome Mähroboter in Empfang, die zukünftig für ein noch dichteres Grün in Bundesliga-Qualität sorgen sollen und dem SVA auf Kreisebene eine Vorreiterrolle einbringen. Möglich gemacht hat die Neuanschaffung einer der Sponsoren der Adlerträger: die Firma Stöber Land- und Gartentechnik aus Bad Sooden-Allendorf.

„Sie arbeiten eng mit dem Marktführer im Bereich Mähroboter zusammen und haben ein Projekt gesucht, um diese probehalber installieren zu können. Wir bekommen sie nun für ein Jahr kostenfrei zur Verfügung gestellt“, nennt Weidenhausens erster Vorsitzender Ralf Kruse den Hauptgrund für die Neuanschaffung, von der man sich auf vielen Ebenen erhebliche Einsparungen verspricht.

So habe man zwar schon immer sehr viel Wert auf die Rasenpflege gelegt und mit Michael Bogatsch und Michael Weiß zwei engagierte „Greenkeeper“ in den Reihen, die hervorragende Arbeit leisten. Die Vorteile der Mähroboter allerdings seien gerade unter dem zeitlichen Aspekt nicht zu übersehen und sehr wertvoll.

Drei Stunden benötigt

Rund drei Stunden benötigen die voll automatisierten Helfer, um die gesamte Rasenfläche des Weidenhäuser Chattenlohs zu mähen und eine gleichmäßige Schnitthöhe gewährleisten zu können. Kontinuierlich werden dabei nur wenige Millimeter des Grashalms gekürzt - der feine Grünschnitt verbleibt als natürlicher Dünger auf der Fläche und fördert die Qualität zusätzlich, indem sämtliche Nährstoffe in den Boden zurückgeführt werden.

Stabilerer Rasen

Gleichzeitig können langfristig auch die Folgekosten für Düngemittel und weitere Rasenpflegemaßnahmen eingespart werden. „Durch das viele Mähen kleiner Abschnitte wird der Rasen wesentliche stabiler, ebenmäßiger und dichter. Das wäre auf herkömmlichem Wege mit enormem Zeitaufwand verbunden und allein deshalb nicht machbar“, sagt Kruse. Einen weiteren Pluspunkt sammeln die Mähroboter aufgrund ihres komplett emissionsfreien und sehr leisen Betriebs.

Autonomer Helfer: Ein Mähroboter bearbeitet den Rasen komplett selbstständig und effizient.

Vor Inbetriebnahme waren allerdings zunächst Vorarbeiten nötig. „Es musste eine Begrenzungsschleife verlegt und die entsprechenden technischen Voreinstellungen getroffen werden“, so Kruse, der vor allem froh darüber ist, dass die hohen Sicherheitsstands sogleich auch mit einem zuverlässigen Diebstahlschutz aufwarten: „Wird einer der Mäher vom Boden aufgehoben, ertönt ein entsprechendes Warnsignal, zudem gibt es einen GPS-Tracker.“

Steuerung per App

Die Steuerung der drei Mähroboter in Weidenhausen erfolgt per App, in der neben der Festlegung der Betriebszeiten und der gewünschten Schnitthöhe auch eine Fernwartung im Bedarfsfall möglich ist. (Lea Hüther)

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