Neues im Weltcup – Teil 5: Endlich auch offizielle Wettkämpfe für Häfele und Mohr

Weltcup auch für Frauen

Endlich auch ein Weltcup für die Frauen: Skispringerin Anna Häfele aus Schwalefeld sprang beim Debüt auf Rang 16. Foto: dpa

Willingen. Die Deutsche Meisterin Anna Häfele und ihre Willinger Vereinskameradin Jenna Mohr sind schon auf der Mühlenkopfschanze gesprungen. So wie Stephan Leyhe haben sie die Schanze in den Tagen nach dem Weltcup zum Training genutzt.

Beide Frauen gehören zur Nationalmannschaft des neuen Cheftrainers Andreas Bauer und sie starten in dieser Saison erstmals im Weltcup.

Wie vormals im Biathlon mit Petra Schaaf (Behle), Martina Stede (Göbel) und Inga Kesper (Schneider) hat der Ski-Club Willingen auch im Frauenskispringen Pionierarbeit geleistet. Trainer Jörg Pietschmann hat das Duo an die Weltspitze geführt. Beide Athletinnen sind inzwischen bei der Bundespolizei in Bad Endorf stationiert und können sich dadurch komplett auf den Sport konzentrieren.

Bei den ersten olympischen Jugendspielen 2012 in Innsbruck steht das Skispringen für die Frauen ebenso auf dem Programm wie bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi.

Jenna Mohr gehörte zu den Skispringerinnen, die letztendlich vergeblich vor einem Gericht in Kanada schon für die olympische Premiere in Vancouver gekämpft hatten. Inzwischen haben der Weltskiverband FIS und die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees grünes Licht gegeben, nachdem FIS-Präsident und IOC-Mitglied Jean Franco Kaspar noch beim Forum Nordicum 1997 in Willingen davon gesprochen hatte, dass Frauen anatomisch nicht für diese Disziplin geeignet seien.

Längst ist das Gegenteil bewiesen. Der Ski-Club Willingen hatte schon bei seinen ersten Weltcup-Skispringen die Salzburgerin Eva Ganster als Vorspringerin verpflichtet. Deren Landsfrau und Weltmeisterin Daniela Iraschko hat längst die 200-Meter-Marke beim Skifliegen geknackt. Vorerst springen die Frauen im Weltcup auf der Normalschanze – aber vielleicht springen sie auch irgendwann in Willingen auf dem Mühlenkopf.

Von Werner Rabe

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