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Deutsches Team verpasst Podest um halben Meter

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Von: Gerhard Menkel

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Zwei Skispringerinnen und zwei Springer mit ihren Ski beim Interview.
Ein wenig ernüchtert nach Platz vier: Das deutsche Mixed mit (von links) Markus Eisenbichler, Juliane Seyfarth, Katharina Althaus und Karl Geiger. © Joachim Schrick

Leise Enttäuschung im deutschen Mixedteam: Der amtierende Weltmeister hat beim Skisprung-Weltcup in Willingen das Podium verpasst. Die kompletteste Mannschaft gewann.

Willingen - Beim Heimspiel musste sch das Team der Bundestrainer Stefan Horngacher und Maximilian Mechler mir Platz vier begnügen, nachdem es nach dem ersten Durchgang noch auf Rang drei gelegen hatte. In die Rolle des Favoriten für die Olympischen Spiele in Peking sprangen die Slowenen. Ema Klinec, Cene Prevc, Ursa Bogata und Anze Lanisek zeigten einen homogenen Auftritt und knackten als einziges Quartett mit 862,6 die Marke von 800 Punkten .


Norwegen mit dem überragenden Marius Lindvik, der im Finale 147,5 Meter ins Tal brachte, (Thea Minyan Bjoerseth, Halvor Egner Granerud und Silje Opseth erreichten 799,7 Zähler, Österreich mit Eva Pinkelnig, Daniel Huber, der starken Marita Krame und Stefan Kraft erzielten 779,5.

Deutschland als viermaliger Weltmeister lag zehn Tage vor der olympischen Premiere des Mixed-Wettbewerbs in Peking mit 778,4 Punkten umgerechnet weniger als einen Meter hinter den Österreichern.

Geiger schöpfte mit Sprüngen auf 132,5 und 129,0 Metern nicht sein volles Potenzial aus. Der zweite Sprung habe ihn ziemlich geärgert, speziell im Teamspringen, sagte der Weltcup-Gesamtführende. „Wenn man es im Einzel verhaut, ist man selber schuld., aber so reißt man das Team auch noch mit.

Seine Oberstdorfer Vereinskollegin Katharina Althaus überzeugte mit 126,0 und 127,0 Meter, Markus Eisenbichler (129,5+129,0) präsentierte sich solide. Vor allem die schwachen Sprünge von Juliane Seyfarth aus Ruhla (111,0+119,0) kosteten dem deutschen Quartett die entscheidenden Zähler.

Horngacher: Wachgerüttelt worden

„Natürlich wollten wir heute schon einen Podestplatz machen“, sagte Männer-Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF. „Wir haben gewusst, es ist irrsinnig schwer.“ Mit Blick auf Peking ergänzte er: „Wir sind wachgerüttelt für den nächsten Mixed-Wettkampf, und dann hoffen wir, dass wir da wieder vorne mitspringen.“

Den weitesten Sprung des Durchgangs brachte Marita Kramer in den Auslauf: 144,5 Meter. Allerdings sprang sie aus Gate 16, die Männer teilweise aus Gate 9. Trotzdem eine bärenstarke Vorstellung der gebürtigen Niederländerin. Mit ihrem Team Österreich findet sie sich auf Rang vier (367 Punkte) noch in Schlagweite zum Podium.

Der Mixed-Wettbewerb in Willingen, bei dem je zwei Frauen und Männern antreten, war der erste in dieser Saison und gleichzeitig die Generalprobe für Peking. (mn/sid)

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