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Weltcup Willingen: Geiger glänzt, Eisenbichler flucht, Leyhe zufrieden

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Skispringer mit Ski und Pokal
Konnte wieder lachen: Karl Geiger grüßt als Zweiter des Sonntags-Weltcups. © Arne Dedert

Happy End für Karl Geiger, ein wütender Markus Eisenbichler, ein solider Stephan Leyhe: Die führenden drei deutschen Skispringer verlassen den Skisprung-Weltcup in Willingen mit unterschiedlichen Gefühlen. Glücklich ist ein Norweger.

Willingen - Der zweite (und hoffentlich letzte) Geister-Weltcup im Upland ist Geschichte - und der Ski-Club Willingen kann hoffnungsvoll und gestärkt nach vorn schauen.  „Es war wieder richtig gut. Wir haben uns wieder gefreut, dass wir in Willingen sein durften.“, lobte der FIS-Pressesprecher Skispringen Horst Nilgen.

Am Ende dreier besonderer und anstrengender Tage am Mühlenkopf strahlte Marius Lindvik als Gewinner im weitgehend leeren Stadion. Neben ihm freute sich Karl Geiger wie ein Schneekönig. Der Oberstdorfer hüpfte im Gelben Trikot auf das Podest - mit seinem starken zweiten Platz bei der Generalprobe für Olympia hat Deutschlands bester Skispringer seine Ambitionen für Peking unterstrichen.

Karl Geiger strahlt: „Cooler Wettkampf“

„Das war ein cooler Wettkampf, nachdem mich das gestern echt geärgert hat. Mit Platz zwei bin ich sehr zufrieden“, sagte Geiger. Der 28-Jährige holte sich nach einem völlig verkorksten Auftritt am Samstag (Platz 20) im zweiten Springen nach 24 Stunden die Führung im Gesamtweltcup vom Japaner Ryoyu Kobayashi zurück, der tags zuvor triumphiert hatte.

Nach Sprüngen auf 139,5 und 140,0 Meter (238,7) fehlten Geiger, nach dem ersten Durchgang noch Fünfter, umgerechnet knapp drei Meter auf Lindvik (243,8). Dritter wurde der Slowene Cene Prevc (235,6). Vortagessieger Kobayashi verlor als Vierter das Gelbe Trikot wieder.

Markus Eisenbichler: So ein Scheißdreck

Markus Eisenbichler, Dritter nach dem ersten Durchgang, stürzte mit einem schwachen zweiten Sprung noch auf Platz elf ab und war danach restlos bedient. „So ein Scheißdreck, das kotzt mich an“, fluchte der Bayer am ZDF-Mikro in Richtung der Jury, die ihn bei üblen Windbedingungen von der Schanze gejagt hatte: „Ich verstehe nicht, dass man da nicht warten kann.“

Skispringer von vorn in der Luft
Solide unterwegs: Stephan Leyhe sprang am Sonntag „im Rahmen“, wie er fand. © Arne Dedert

Stephan Leyhe konnte als 17. (zunächst wure er als 18. geführt, dann wurde der Japaner Yukiya Sato am frühen Abend disqualifiziert) sein Resultat vom Samstag zwar nicht bestätigen, wirkte aber dank des besten Ergebnisses nach seinem Kreuzbandriss zufrieden. „Mir geht es eigentlich ganz gut. Ich habe am Samstag mit dem sechsten Platz mein bestes Saisonergebnis gemacht.“, sagt er.

Stephan Leyhe fährt mit „gutem Gefühl nach Peking“

Die Sprünge am Sonntag fand der Upland-Adler „solide, nichts besonderes, alles im Rahmen.“. Bei seinen 123,5 Metern Im ersten Sprung sei etwas wenig Wind im Hang gewesen. „Dadurch ist es schwierig, auf große Weiten zu kommen. Am Samstag war ich eher einer der Glücklicheren, heute war es neutral im Mittelfeld.“ Mit seinen 130,5 Metern im zweiten Sprung kam er leicht voran. „Letzte Woche in Titisee-Neustadt war es auch schon gut“, sagte der 30-Jährige. Die Kurve gehe langsam, aber stetig nach oben „Deswegen fahre ich mit einem sehr guten Gefühl nach Peking.“

Bundestrainer Stefan Horngacher sprach von einem turbulenten Wettkampf. „Die Leistung vom Karl heute sehr gut. Auch Eisenbichler habe gute Sprünge gemacht. Der letzte war leider unter erschwerten Bedingungen.“

„Der Rest der Mannschaft war heute nicht ganz so stark“, ergänzte Horngacher.. „Leyhe war noch in Ordnung, der Rest hat die Sprünge nicht ganz optimal erwischt.“ Tatsächlich bereiten die zwei anderen Peking-Fahrer Sorgen.: Pius Paschke verpasste an beiden Tagen den zweiten Durchgang (31./33.), Constantin Schmid schied am Sonntag mit Windpech als 46. aus. (mn/sid)

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