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Nachspielzeit: Weltmeister, Wetter, Wiedereinstieg

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Hartmut Wenzel, HZ-Sportredakteur
Hartmut Wenzel, HZ-Sportredakteur © LUDGER KONOPKA

In dieser Nachspielzeit geht es um Wintersport, um Handball und um Hallenfußball.

Oberhof bereitet sich auf ein ganz besonderes Sportevent vor. Zwei Jahre lang fanden die Weltcup-Veranstaltungen im Biathlon in der thürinigischen Wintersport-Hochburg unter dem Eindruck der Corona-Pandemie vor leeren Rängen statt. Die Weltmeisterschaft in diesem Jahr vom 8. bis zum 19. Februar mit üppigem Rahmenprogramm aber soll nicht nur den Stadion-Kessel am „Grenzadler“ zum Kochen bringen.

Die WM soll überdies ein Wettbewerb der Superlative werden. Oberhof will wieder ein glänzender Gastgeber sein.

26 Nationen haben Athleten und Mannschaften gemeldet. Bis zu 23 500 Fans werden pro Tag erwartet. Besonders an den Wochenenden wird mit einem Ansturm der Wintersportfans gerechnet. Über 950 freiwillige Helfer stehen in den Startlöchern und werden dem Organisationskomitee zur Seite stehen, damit die Wettbewerbe für alle zu unvergesslichen Erlebnissen werden.

Die Helfer trafen sich dieser Tage zum ersten Briefing, mit dem allgemein die heiße Phase der Vorbereitung bei Wettkämpfen dieser Größenordnung eingeläutet wird. Zunächst aber küren auch die Rennrodler in Oberhof ihre Weltmeister. Sie sind vom 23. bis zum 29. Januar in der Eisarena zu finden.

Derzeit lässt aber das Wetter noch keine WM-Stimmung aufkommen. Selbst in den höheren Lagen der Mittelgebirge waren in den letzten Tagen Temperaturen um die zehn Grad keine Seltenheit – der Klimawandel lässt grüßen. Dort, wo in Oberhof im Januar eigentlich gespurte Loipen zu erwarten sind, bilden matschige Feldwege den Untergrund. Allenfalls wenige Schneereste sind auf freien Flächen und im Wald zu finden. Dasselbe gilt auch in unserer Region für Rhön und Eisenberg. Der kürzlich für die Wintersaison eröffnete Loipenpark auf dem höchsten Berg des Kreisgebiets wartet sehnsüchtig auf die nächsten Schneeflocken. Was nicht ist, soll aber in den nächsten Wochen noch werden. Die Meterologen machen Hoffnungen auf einen Wetterumschlag in den Mittelgebirgen. Gut für die Wintersportler, gut für Oberhof. Und hoffentlich auch am Eisenberg.

Erster gegen Zweiter – es ist das erwartete Topduell, wenn heute die Handballerinnen des TV Hersfeld zum Wiedereinstieg in die Punkterunde nach der Weihnachtspause in der Landesliga auf Twistetal treffen. Die Mannschaft der Lullusstädterinnen benötigt vor allen Dingen eins, um gegen einen starken Kontrahenten bestehen zu können: Beifall und Anfeuerung von den Rängen.

Wer die Mannschaft unterstützen will, sollte schon um 15 Uhr den Weg in die Geistalhalle finden. Sicherlich wird danach noch keine Entscheidung um den Titel gefallen sein. Aber die Marschroute für die nächsten Wochen bis zum Rückspiel dürfte abgesteckt sein.

Mit dem Hallenturnier um den Forsthaus-Cup des SV Niederaula haben auch die Senioren-Fußballer ihre Hallensaison eingeläutet. Fußball in der Halle – das zieht. Die voll besetzte Ränge in Niederaula machen Appetit auf mehr. Die nächsten Termine sind in Obersuhl, wo heute und morgen die Vorrunde der Hallenkreismeisterschaften ausgetragen werden. Ende Januar, Anfang Februar steigt dann in Hohenroda-Ransbach der Reservecup – eines der ältesten und größten Turniere in der Region. Dank seiner inzwischen vom ersten Tag an geführten Datenbank kann es auf detaillierte Infos verweisen. Zu Recht freuen sich einige Fußballer auf die Teilnahme bei diesem Turnier mit Kultcharakter. Währenddessen scheinen die Hallenkreimeisterschaft immer mehr an Akzeptanz zu verlieren. Nur 16 Teams haben gemeldet - von einer echten Kreismeisterschaft kann man da kaum sprechen.

Viel Motivation bei den guten Vorsätze im neuen Jahr und ein schönes Wochenende

Von Hartmut Wenzel

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