Beisheim und Reuter in Kassel vorn – Veranstalter PSV Grün-Weiß berät über Zukunft des Rennens

Weniger Teilnehmer beim Citylauf

Auf die Plätze, fertig, los: Das Teilnehmerfeld des Hauptlaufs des Kasseler Citylaufs war gut besucht. Das galt nicht für die übrigen fünf Wettbewerbe. Foto: Zgoll

kassel. Als der Startschuss zum Hauptlauf des Kasseler Citylaufs fiel, drängten sich die Athleten an der Startlinie am Königsplatz dicht aneinander. Das war bei den übrigen fünf Wettbewerben am vergangenen Freitagabend nur bedingt der Fall. Mit insgesamt 236 Teilnehmern zog die vom PSV Grün-Weiß Kassel organisierte Veranstaltung noch weniger Starter an als im Vorjahr.

„Wir müssen uns überlegen, ob wir mit dem Citylauf weitermachen.“

Thomas Hahn PSV-Abteilungsleiter

PSV-Leichtathletik-Abteilungsleiter Thomas Hahn gab sich kritisch: „Die Teilnehmerzahl könnte besser sein.“ Im vergangenen Jahr seien es insgesamt noch 400 Starter gewesen. Man werde sich nun vereinsintern zusammensetzen und Bilanz ziehen. „Wir müssen uns tatsächlich überlegen, ob wir mit dem Citylauf auch in dieser Form weitermachen“, sagte Hahn. Schließlich sei die Organisation ein Riesenaufwand.

120 Pylonen wurden für die Streckenführung aufgestellt. 17 Streckenposten wachten über den korrekten Ablauf des Rennens. 400 Meter rot-weißes Flatterband galt es zu ziehen. Auf „mehr als 100 Stunden reine Planung“ schätzt Helga Iffert vom Organisationsteam allein die Vorbereitung des Rennens. Nicht zu vergessen die Aufgaben, die am Wettkampftag anfallen: Vom Kuchenbacken über das Aufstellen von Bierbänken bis zur Organisation des Deutschen Roten Kreuzes war einiges dabei.

Den Athleten – allesamt Amateure – hat es gefallen. Anna Reuter (26), die den Citylauf bei den Frauen gewonnen hat, sagte: „Es war eine anspruchsvolle Strecke, ich hatte meinen Spaß.“ Und Florian Beisheim, der bei den Männern triumphierte, ergänzte: „Die Streckenänderung im Vergleich zum Vorjahr war sinnvoll.“ Doch auch der 25-Jährige merkte an, dass es ein paar mehr Teilnehmer hätten sein können. Die Zahl der Zuschauer bezeichnete er als „ausbaufähig“.

Insbesondere bei den Nachwuchsveranstaltungen war wenig los. Beim Bambinilauf für Kinder bis fünf Jahre gab es zwei Starterinnen. Beim Schüler- und Jugendlauf traten acht Nachwuchsläufer an. Beim Kinderlauf waren es vier Starter mehr.

PSV-Urgestein Friedrich Iffert sah zwei Gründe für die eher klamme Teilnahme: „Dieses Wochenende finden viele Schulfeste statt. Dort engagieren sich viele Kinder.“ Außerdem seien viele potenzielle Teilnehmer noch „ein bisschen müde vom Minimarathon“.

Von Matthias Hoffmann

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