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Wenn der Gegner plötzlich weg ist: Kassels U20-Gegner reist vor Spiel ab

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Von: Wolfgang Bauscher

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Umsonst gewartet: Einige der Kasseler U20-Spieler warteten am Sonntag vergeblich auf ihre Duisburger Gegner.
Umsonst gewartet: Einige der Kasseler U20-Spieler warteten am Sonntag vergeblich auf ihre Duisburger Gegner. © Dieter Schachtschneider

Es war alles bereitet für einen Eishockey-Leckerbissen. Doch dann verschwand der Gegner der Eishockeyjugend Kassel. Was war denn da los?

Kassel - Anstatt ihre Partie der DNL U20 DIV3 Nord zu bestreiten, gingen die Mannschaften der Eishockeyjugend Kassel (EJK) und des EV Duisburg wieder vom Eis. Und rund 300 Zuschauer nach Hause. Mehr als das Aufwärm-Programm gab es nicht zu sehen.

Es geht eng zu im Kampf um die Meisterschaft und den Einzug in die Aufstiegsspiele. Und es sind ausgerechnet besagte Teams aus Kassel und Duisburg, die in erster Linie dafür infrage kommen. Somit kam dem vorigen Wochenende herausragende Bedeutung zu, denn bereits am Samstag standen sich die Widersacher am Ausweichspielort in Lauterbach gegenüber.

Dabei unterstrichen die Young Huskies ihre Ambitionen und gewannen 7:1 (2:1, 2:0, 3:0). Pavel Avdeev traf viermal, je ein Tor steuerten Paul Becker, Julius Kranz und Klemens Seifried bei. So weit, so gut. Zunächst sah am Sonntag dann auch alles nach der Neuauflage des Spitzenduells aus.

Doch plötzlich änderte sich das Bild. Die Mannschaften verschwanden wieder in den Kabinen, die Partie wurde abgeblasen. Wie es dazu kam, war gestern nicht herauszufinden. Differenzen zwischen beiden Klubs gab es angeblich schon früher. „Wir klären das mit der Liga“, sagte Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs. Auch die Duisburger Seite hielt sich bedeckt. „Zum jetzigen Zeitpunkt wollen wir nichts sagen, weil es sich um ein schwebendes Verfahren handelt“, erklärte Dirk Schmitz, Sportlicher Leiter der Westdeutschen.

Unstrittig scheint, dass es abseits der Eisfläche zu Disputen zwischen Verantwortlichen der Klubs kam. Als Konsequenz daraus sollen die Duisburger abgereist sein. Die Ligenleitung ist angeblich informiert und muss sich um die Angelegenheit kümmern – Ausgang offen.

Mit dem Sieg im ersten Duell am Samstag haben die Kasseler zumindest ihre gute Ausgangsposition im Titelrennen weiter verbessert. „Man hat dabei gesehen, wie viel in der Mannschaft steckt. Aber wir sind noch nicht durch und hätten natürlich gern noch nachgelegt“, sagt Trainer Jan Bönning.

Kleiner Trost für ihn und die EJK: „Wir können gelassen bleiben. Egal, wie die Entscheidung des Verbandes ausfallen wird, wir können aus eigener Kraft Meister werden.“

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