KOLUMNE

Zu (guter) Letzt: Wenn der Sport ins Abseits gerät

Sascha Herrmann, HZ-Sportchef
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Sascha Herrmann

In dieser Kolumne beschäftigt sich unser Autor mit dem Sportjahr 2020. Den Saisonabbrüchen, - Unterbrechungen und vielen Veranstaltungen, die ausfallen mussten.

2020 – was warst Du nur für ein Jahr? Mit all den Ängsten, Entbehrungen und (enttäuschten) Hoffnungen, mit denen Du uns in Atem gehalten hast. Wir wünschten, es hätte Dich nie gegeben. 2020 – danke, dass Du jetzt endlich gehst.

Sportlich gesehen – wie sollte es auch anders sein – war das Jahr ein Reinfall. Geprägt von Saisonabbrüchen, unzähligen Verbandssitzungen und Konferenzen. Ein ständiges Hin und her. Sportler und die Verantwortlichen der Vereine hingen in der Warteschleife. Und als es dann im Spätsommer endlich weiterging mit dem Wettkampfsport, war schnell schon wieder Schluss. Abpfiff! Was folgte, war der zweite Lockdown. Was blieb waren Enttäuschung, Unsicherheit und das ständige Bangen um die eigene Gesundheit und die derer, die einem nahe stehen.

Normalerweise hätten wir in diesen Tagen über Hallenfußball berichtet. Drei Tage Budenzauber beim HZ-Cup der SG Hessen/SpVgg in der Geistalhalle. Normalerweise. Die Hersfelder reihen sich in eine lange Liste derer ein, deren Veranstaltungen aufgrund – nein, ich erwähne den Begriff an dieser Stelle nicht – ausfallen musste.

Hart hatte es im Sommer die Motorsportler des MSC Bad Hersfeld getroffen. Die Absage des traditionellen Flutlicht-Grasbahnrennens lässt eine Lücke in der Vereinskasse klaffen, denn zumeist verfolgten Motorsportfans im kleinen vierstelligen Bereich das Spektakel. Sie sorgten mit den Eintrittsgeldern, sowie dem Verzehr von Speisen und Getränken für ordentlich Umsatz. Der MSC hat das weggesteckt, wie wir in einem Interview erfahren durften. Aber viele Vereine – nicht nur die kleineren – fürchten um ihre Existenz.

Gab es Lichtblicke? Einer, den ich exemplarisch nennen möchte, fällt mir auf Anhieb ein: Der Lollslauf. Er konnte natürlich auch nicht in gewohnter Form mit annähernd 4000 Startern stattfinden. Das Alternativkonzept des SC Neuenstein mit sechs Läufen an sechs Sonntagen (und immerhin 750 Läufern) über verschiedene Distanzen hat überzeugt. Eine starke Idee in schwerer Zeit.

Im Namen der Sportredaktion wünsche ich Ihnen alles Gute fürs nächste Jahr. Es kann nur besser werden. Bleiben Sie gesund.

Von Sascha Herrmann

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