HANDBALL-BEZIRKSLIGA

WHO II schlägt Schenklengsfeld überraschend 30:28

Christian Manske, Handballer der SG Schenklengsfeld
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Seine Tore reichten nicht: Christian Manske traf für Schenklengsfeld zehnmal.

Heringen – Dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben, ist hinlänglich bekannt. Genau das mussten die Handballer der SG Schenklengsfeld nun in der Bezirksliga A erfahren. Der Tabellenführer verlor beim Lokalrivalen HSG Werra WHO II mit 28:30 (17:15).

Dabei wechselte die Führung bis zum 10:10 nach 17 Minuten erst einmal ständig hin und her. Die Hausherren erzielten dann zwei Tore in Folge und setzten sich auf 12:10 ab. Doch es sollte nur eine Momentaufnahme sein. Angetrieben von ihrem besten Torschützen Christian Manske konnten die Schenklengsfelder davonziehen. Seine zwei Treffer sowie die Tore von Apel, Fischer und Rexroth führten zu einer 15:12-Führung für die SG. „Wir haben in Halbzeit eins keine gute Abwehrleistung gezeigt und insbesondere Christian Manske nicht in den Griff bekommen“, sagte HSG-Spielertrainer Matthias Lotz hinterher.

Nach dem Seitenwechsel machte es seine Mannschaft dann besser – und nach dem Ausgleich zum 19:19 standen ihr auch die eigenen Fans lautstark zur Seite. „Danach haben bei uns auch beide Torleute sehr gut funktioniert“, lobte Lotz und sieht diesen Rückhalt sowie die in der zweiten Halbzeit breitere Bank als ausschlaggebende Faktoren für den Sieg.

Die starke Torwartleistung der Gastgeber war es auch, die Schenklengsfelds Spielertrainer Achim Birkel hinterher erwähnte. „Das hat uns in der zweiten Halbzeit ganz klar das Genick gebrochen“, sagte er. Zudem habe man selbst zu viele freie Würfe vergeben – und auch der Ausfall von Antonio Spahic, der nach etwa einer Viertelstunde umgeknickt war, hätte seinem Team nicht gerade in die Karten gespielt.

Etwa ab der 40. Minute drehte sich also die Partie: Während die Schenklengsfelder nun zehn Minuten ohne Torerfolg blieben, setzten sich die Gastgeber auf 25:22 ab. Rund fünf Minuten vor dem Ende kamen die Gäste dann noch einmal bis auf 26:27 heran – doch etwa zwei Minuten vor dem Abpfiff war die Partie beim Stand von 30:26 entschieden.

„Für uns ist es schon ärgerlich, aber Glückwunsch an die WHO“, meinte Birkel und bescheinigte den Gegnern die bessere Kondition. Auch sein Gegenüber sah das so: „Ich hatte den Jungs in der Pause gesagt, dass wir schnell nach vorn spielen wollen, da Schenklengsfeld nach 45 Minuten konditionell einbrechen wird – was dann glücklicherweise auch so gekommen ist“, sagte Lotz. Da er 15 Jahre lang selbst in Schenk-lengsfeld gespielt hat, hätten zwei Herzen in seiner Brust geschlagen. Dennoch sei es schön, gegen die alten Kameraden zu gewinnen. pf/kma

WHO II : Mosebach, Gruner - Danz, Bachmann, Börner (4), Lotz (10/7), Heß, Klemenz, Werner (4), Breitbarth (4), Barzov (6), Leyendecker (1), Malsch (1), Pfromm.

SG Schenklengsfeld: Bartölke, Dietze - Manske (10), Baumann, Birkel (3), Steinhauer (1), Spahic, Ruppel, Rexroth (2), Heidler (1), Apel (5), Fischer (6/4).

SR: Brüßler/Levatic (Reichensachsen)

Siebenmeter: 7/7 - 4/5

Zeitstrafen: 6 min. - 8 min.

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