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Handball: WHO im Derby stark

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Stabile Abwehr: Die WHO (schwarz) mit Simon Werner, Florian Strümpf, Jan-Uwe Berz und Jonas Barzov stemmt sich mit Macht gegen den Rotenburg Angriff mit Sascha Köhler (am Ball) und links Steffen Kleinert.
Stabile Abwehr: Die WHO (schwarz) mit Simon Werner, Florian Strümpf, Jan-Uwe Berz und Jonas Barzov stemmt sich mit Macht gegen den Rotenburg Angriff mit Sascha Köhler (am Ball) und links Steffen Kleinert. © Stefan Kost-Siepl

Obersuhl – Im Derby der Handball-Bezirksoberliga der Männer besiegte die HSG Werra WHO die TG Rotenburg II in der Großsporthalle in Obersuhl, auch in der Höhe verdient, mit 36:28 (19:12). Die Gastgeber feierten den sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel und kletterten dadurch auf den dritten Tabellenplatz, während die Landesliga-Reserve aus Rotenburg die zweite hohe Niederlage in Folge kassierte und auf Rang neun stagniert.

Der klare Sieg kam am Ende auch wegen einer personellen Ungleichheit zustande, die den Erfolg der HSG aber nicht schmälern soll. Die TG musste auf ihre drei Torhüter verzichten und mit Jan Schuster einen vierten Keeper „ausgraben“, wie der Sportliche Leiter Jörg Ebenhoch sagte. Denn der Keeper hatte seine Karriere im vergangenen Jahr bereits beendet. Zudem war die Bank der Rotenburger nur mit zwei zusätzlichen Spielern bestückt.

WHO-Spielertrainer Jan-Uwe Berz überraschte vor der Partie mit einem taktischen Schachzug. Er postierte den wurfgewaltigen Linkshänder Lukas Günther auf Rechtsaußen – mit Erfolg. Bei Anspielen kurvte der Ex-Rotenburger in die Mitte und schloss so erfolgreich ab.

Bis zur siebten Minute hielten die Gäste das Spiel offen, fingen sich aber dann drei Tore hintereinander, und so stand es nach zehn Minuten 10:5 für die HSG. Dabei war die WHO im Abschluss entschlossener, während die Rotenburger im Angriff zu viel quer und mit zu wenig Zug zum Tor agierten. Noch dazu bekamen sie Wirbelwind Florian Strümpf nie richtig in den Griff.

Beide Teams kamen zu Treffern bis zum 13:7 (17.). Eine Rotenburger Zweiminutenstrafe nutzte die WHO zu zwei schnellen Treffern zum 15:7 (20.). Durch Unkonzentriertheiten der Gäste entfernte sich die Berz-Sieben auf einen 19:12-Halbzeitstand. Die TGR schien jedoch gut erholt aus der Kabine zu kommen, denn sie kam innerhalb weniger Minuten bis auf vier Tore heran (16:20).

Doch dann kam ein Bruch ins Spiel der TGR. Die Gastgeber brachten es durch ihre spielerische Klasse auf fünf Tore in Serie zum 25:16-Zwischenstand (39.) – die Vorentscheidung. Das Spiel der Gäste wurde nun langsamer. Und die WHO zog entscheidend davon. Innerhalb von drei Minuten durch vier Tempogegenstöße nach technischen Fehlern der TGR stellte sie den Spielstand auf 34:21 (53.).

Verständlich, dass nun die Konzentration bei der HSG nachließ und die Rotenburger mit sechs Treffern am Stück das Resultat noch einmal knapper aussehen ließen. Am klaren WHO-Erfolg änderte das aber nichts.

„45 Minuten haben wir richtig gut gespielt“, befand Jan-Uwe Berz, der Trainer des Derbysiegers. „Danach haben wir es zu lasch angehen lassen. Eigentlich hätten wir höher gewinnen müssen.“ Sein gegenüber Mensur Fitozovic sah die Fehler schon in der Anfangsphase: „In den ersten 15 Minuten hatten wir kein Biss. Es hat bei uns die Aggressivität gefehlt. In der zweiten Halbzeit sah es zuerst gut aus, und dann ging nichts mehr.“

WHO: Gruner - Wolf, Weitz (1), Hasecke (2), Schäfer, Danz (1), Nitsche, Günther (5), Strümpf (12/2), Werner (4), Berz (2), Schneider, Barzov (4), von Manger (5). Rotenburg: Schuster - Jesse (1), Linhart (1), Fischer (7), Wiegand (1), Bonsack (3), Ebenhoch (10/5), Köhler (2), Kleinert (3).

Von Burghard Hauptmann

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