Golf

Wieder Schritt in Richtung EM: Sachs holt bei internationaler Amateurmeisterschaft Silber

Volle Konzentration: Der Eschweger Stefan Sachs kämpft um die Qualifikation für die Team-Europameisterschaft im Golf, die im August in der Slowakei startet.
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Volle Konzentration: Der Eschweger Stefan Sachs kämpft um die Qualifikation für die Team-Europameisterschaft im Golf, die im August in der Slowakei startet.

Der Eschweger Stefan Sachs hat die Golfbälle zum nächsten Achtungserfolg abgeschlagen. Sein Traum EM rückt näher.

Eschwege/Hubbelrath – Nach dem Vizetitel, gewonnen über die Pfingsttage bei der Deutschen Meisterschaft in Lauterhofen in der Oberpfalz, hat der heimische Golfer der Altersklasse 50 auch in Hubbelrath bei Düsseldorf seine ganze Klasse bewiesen.

„Ja, der zweite Platz bei den internationalen Amateurwettkämpfen war wieder ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Mannschafts-Europameisterschaft“, macht Stefan Sachs beim WR-Gespräch deutlich, dass er sich mit diesem neuerlichen Erfolg sehr gute Chancen ausrechnen darf, um von Captain Thomas Hübner aus Tegernsee wie schon 2018 (WR berichtete) für das deutsche Nationalteam nominiert zu werden.

Bevor aber der Eschweger Facharzt die Team-EM, die Ende August im östlich von der slowakischen Hauptstadt Bratislava gelegenen Sedin stattfindet, in seinen Terminkalender eintragen kann, muss er noch zwei weitere Qualifikationsturniere in Deutschland erfolgreich gestalten, sprich, gute Platzierungen ins Clubhaus transportieren. Auf Stefan Sachs warten die Hessenmeisterschaft in Zimmern sowie der deutsche Länderpokal in Köln.

Über EM-Nominierung wird erst in der Slowakei entschieden

„Die danach ermittelte Gesamtpunktzahl bestimmt die Rangliste für die dritte und entscheidende Qualifikation, die dann schon am EM-Austragungsort über drei Runden an zwei Tagen noch mal eine harte Bewährungsprobe zum Inhalt hat“, weiß Stefan Sachs schon jetzt, dass er dank seiner ausgezeichneten Vorleistungen diesen Startplatz bereits in der Tasche hat und für Sedin planen kann.

Seinem Captain vom Tegernsee bescheinigt der 56-jährige Eschweger ganz viel Fingerspitzengefühl, aber dennoch muss er warten, denn über die Nominierung des deutschen Sextetts wird erst vor Ort in der Slowakei entschieden.

In Hubbelrath konnte der Veranstalter wegen der Coronapandemie nur wenige Golfer aus dem Ausland begrüßen. Stefan Sachs, der für den Golfclub Kassel-Wilhelmshöhe startet, hatte erneut Grund zur Freude, nach besagter Vizemeisterschaft bei der Deutschen Meisterschaft im Mai, kam er auch diesmal hinter „Dauersieger“ Martin Birkholz ins Ziel.

Sachs sichert sich die Silbermedaille

Nach den ganz starken 71 Schlägen platzierte er sich in der ersten Runde bereits im Vorderfeld. Leider stand nach dem zweiten Durchgang wegen zwei Bogeys die 74. Er lag dadurch zwar auf dem geteilten zweiten Platz, hatte aber genau an diesen beiden Löchern den Kontakt zu Birkholz verloren, weil der ihm mit Eagle Birdie fünf Schläge abnahm.

Wer weiß, was möglich gewesen wäre, denn Stefan Sachs zündete in Runde drei mit drei Birdies auf den „Front-Nine“ ein wahres Feuerwerk. Mit einer weiteren 71 sicherte er sich schließlich in einem starken Feld mit 216 Schlägen erneut die Silbermedaille hinter dem Krefelder Birkholz, der mit 209 Schlägen seine derzeitige Klasse einmal mehr bestätigte.

Stefan Sachs: „Ich habe die erste Runde hervorragend gespielt, damit Druck abgebaut und die Basis für das gute Gesamtergebnis geschaffen. Die 71 Schläge aus der ersten, konnte ich auch in der dritten Runde bestätigen, was ich absolut positiv mit nach Hause nehme“, weiß Stefan Sachs, dass Thomas Hübner gewiss ein Auge auf seine Leistungen in Zimmern werfen wird.

„Bei der Hessenmeisterschaft steht mir kein Konkurrent im Wege, der zur Mannschafts-Europameisterschaft fahren kann, aber beim Länderpokal in Köln ist die gesamte deutsche Elite auf den Grüns zu finden“, konstatiert Stefan Sachs mit Nachdruck, dass er nach 2018, als er mit dem deutschen Team Europameister wurde, noch mal nach der Krone greifen möchte. (Harald Triller)

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