„Wieder Weltcup-Niveau“

Bob: Trotz schnellster Zeit kein Sieg für Speer in Winterberg 

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Hände zusammen, gleich geht’s los: Jan-Martin Speer, Martin Grothkopp, Tino Paasche und Pilot Manuel Machata (von links) bereiten sich auf den ersten Start vor.

Winterberg. „Wir hätten gewonnen“, sagte Jan-Martin Speer und fügte an: „Wirklich ärgerlich, wir haben einen so schönen Wettkampf abgeliefert.“

1:49,91 Minuten zeigte die Uhr für den Machata-Schlitten nach zwei Läufen beim Weltcup in Winterberg an – kein anderer Viererbob war schneller im Eiskanal unterwegs, trotzdem standen bei der Siegerehrung andere Teams auf dem Podest.

Das Problem: Die Crew um Pilot Manuel Machata war nur als Spurschlitten am Start – dafür gab’s keine Punkte. Denn: Speer und Co. mussten ein internes Duell gegen die Mannschaft um Francesco Friedrich (Oberbärenburg) ausfahren, der zuletzt bei der Übersee-Tour keine guten Ergebnisse gezeigt hatte.

Die Auflage von Bundestrainer Christoph Langen: Wenn Machata in Winterberg schneller als Friedrich unterwegs ist und es der Oberbärenburger nicht schafft, sich unter den besten Sechs des Rennens zu positionieren, ist das Machata-Team zurück im Weltcup. Zwar war die Zeit des Potsdamer Teams besser, Friedrich sicherte sich allerdings Rang zwei (1:50,14). Wie die Entscheidung von Christoph Langen ausfiel, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. „Wir haben leider noch gar nichts gehört. Wir mussten den Franz schlagen, das war die Bedingung, und waren sogar besser als alle anderen Teams. Wie es jetzt mit uns weiter geht, wissen wir noch nicht“, sagte der 26-jährige Speer und fügte an: „Wir haben zwei sehr gute Läufe gezeigt und Machata hat tolle Arbeit an den Lenkseilen geleistet. Wir sind endlich wieder auf Weltcup-Niveau angekommen.“ Im zweiten Lauf überraschten Speer und Co. sogar mit der Bestzeit von 55,04 Sekunden. Den Sieg sicherte sich der Oberhofer Maximilian Arndt (1:49,97), der damit gleichzeitig die Führung im Gesamt-Weltcup übernahm.

Ersatzmann Nummer eins

Was den Wirmighäuser zumindest etwas trösten könnte ist die Gewissheit, dass er auch bei den nächsten Weltcuprennen in St. Moritz, Igls und am Königssee dabei sein wird. „Mal gucken, ob ich da noch einen Einsatz bekomme. Wenn wir es mit dem Team nicht schaffen sollten, bin ich hoffentlich trotzdem als Anschieber dabei. Derzeit bin ich Ersatzmann Nummer eins. Vielleicht wird noch einmal etwas getestet, dann hoffentlich mit mir.“ So schnell steckt Speer den Kopf aber nicht in den Sand: „Es ist erst für mich vorbei, wenn es vorbei ist. Also wenn die Olympischen Spiele ohne mich laufen.“

Auch heute sind Manuel Machata, Tino Paasche, Jan-Martin Speer und Martin Grothkopp wieder als Spurschlitten am Start. „Wir werden noch eine Schippe drauf legen und zuschlagen, mehr können wir nicht tun.“

Von Friederike Göbel

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