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Nachspielzeit: Wikinger, gute Wünsche und neue Ziele

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Hartmut Wenzel, HZ-Redakteur, Sport
Hartmut Wenzel © Maaz, Nadine

Großes Pech für die beiden Kreisoberliga-Fußballer Christian Beikirch vom SV Steinbach und Nikolai Kornder von Dittlofrod/Körnbach: Nach ihrem Zusammenstoß am vergangenen Sonntag war der Schreck so groß, dass die Partie in Steinbach abgebrochen werden musste.

Hersfeld-Rotenburg - Doch die beiden Kicker, die zusammen im Fuldaer Klinikum wegen Gesichtsverletzungen behandelt werden mussten und sogar eine Nacht zusammen auf dem Zimmer verbrachten, nahmen ihr Unglück tapfer und mit einer Portion Selbstironie – wie einst die Wikinger.

Schon am Tag nach dem Unglück luden sie Fotos mit ihren Verletzungen in sozialen Netzwerken hoch. Beikirch, der in Hälfte eins noch zum Ausgleich traf, mit dicker Lippe und gerichteten Zähnen und Kornder mit einem Pflasterverband auf der Stirn, der 16 Stiche verdeckt. Deswegen trudelten zahlreiche Genesungswünsche auf ihren Handys ein.

Für Kornder, der Anfang kommender Woche noch einmal operiert wird – ihm wird eine Titanplatte eingesetzt – ist es bereits das zweite Mal in dieser Saison, dass er mit dem Krankenwagen vom Platz gefahren werden musste. Das erste Mal beim Kreisoberligaspiel in Bebra vor einigen Wochen. Dort traf ihn ein Gegenspieler mit dem Knie im Gesicht, wobei er eine Gehirnerschütterung davontrug. Jetzt überlegen die Teamkollegen ein passendes Geschenk für den Keeper. Ein Rugby-Helm, wie ihn der tschechische Nationaltorhüter Petr Cech getragen hatte, wäre eine Alternative. Sicher ist sicher.

Für den Reiloser Lars Hildebrand war der Start beim Ironman auf Hawaii der Höhepunkt seiner Laufbahn als Triathlet. Sightseeing statt Zeitenhatz: Getreu diesem Motto hat er bei seinem Start weniger auf die Uhr, sondern vielmehr auf die sagenhafte Landschaft und auf die begeisterten Zuschauer geschaut. Wenn er schon einmal auf Hawaii ist, wollte er soviel Eindrücke wie möglich mitnehmen. Überdies verbietet es sich für ihn von vornherein, über eine gute Platzierung nachzudenken. Auf Hawaii zählt für Amateure allein das Ankommen.

Nach seiner Rückkehr von der Pazifikinsel denkt er erst einmal über eine kleine Pause nach. Schließlich hat er sich mit dem Start seinen größten Wunsch erfüllt. Und überdies ist saisonbedingt sowieso erst einmal Schluss mit der Triathlon-Serie. Das Training verlagert sich im Schwimmen ins Hallenbad oder beim Radfahren auf die Rolle. Er überlegt, ob er ab dem Frühjahr im Laufen über die Langstrecken, zum Beispiel Halbmarathon, bessere Zeiten anstrebt – neues Jahr, neue Ziele.

Die Handballerinnen des TV Hersfeld freuen sich. Nach dem 26:24-Auswärtserfolg bei der HSG Zwehren sind sie nach drei Spieltagen ungeschlagener Tabellenführer der Landesliga Nord. Diese Tabellenkonstellation gab es im vergangenen Jahr schon nach zwei Spieltagen. Mit bekannten Folgen. Zum Schluss der Hinserie hatte sich der TVH nicht für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Der erste Platz in der Abstiegsrunde war dann nur ein schwacher Trost.

Wegen der Herbstferien haben die Handballerinnen jetzt erst einmal zwei Wochenenden Pause. Erst am 5. November bestreiten sie ihr nächstes Heimspiel. Gegner ist dann die TSG Dittershausen. (Hartmut Wenzel)

Angenehmes Wochenende

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