Fußball-Bundesliga: Hannover am Sonntag als Tabellendritter beim Vierten in Hoffenheim

96 will sich in der Spitze etablieren

Dranbleiben: 96-Stürmer Mohamed Abdellaoue (re.) wird vom Kölner Petit unsanft gestoppt. Foto: dpa

Hannover. Der Bundesligadritte Hannover 96 geht mit breiter Brust in die Spitzenspiele bei 1899 Hoffenheim, gegen Borussia Dortmund und beim FSV Mainz 05. Hannovers Trainer Mirko Slomka bekräftigte am Freitag, auch nach den Duellen gegen die direkten Tabellennachbarn in der Spitzengruppe stehen zu wollen. „Wir sind in einer Position, in der wir etwas verteidigen können. Wir werden alles versuchen, uns oben zu etablieren“, sagte Slomka vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr) beim Vierten Hoffenheim. Eine Woche später gastiert der Zweite Dortmund in Hannover, ehe 96 am 13. November beim derzeitigen Spitzenreiter Mainz antritt.

Auch die Fußball-Profis gehen selbstbewusst mit dem überraschenden Höhenflug der vor der Saison als Abstiegskandidaten gehandelten Niedersachsen um. „Wir haben jetzt Spiele gegen Spitzenteams. Da brauchen wir uns nicht zu verstecken, schließlich sind wir Dritter“, sagte Sofian Chahed.

Clubchef Martin Kind warnte dagegen vor zu großer Euphorie. „Es ist eine erfreuliche Momentaufnahme, nicht mehr, auch nicht weniger“, sagte Kind. „Unser Saisonziel aber bleibt plus/minus Platz 10.“ Angesichts des Höhenflugs nannte Kind den VfL Bochum und den 1.FC Nürnberg als mahnende Beispiele. Beide Clubs waren unmittelbar nach dem überraschenden Einzug in den Europapokal in die 2. Liga abgestiegen. „Wenn das die Gefahr ist, verzichte ich lieber auf Europa.“

Gegen Hoffenheim gab’s für die Roten bislang noch nicht viel zu holen. Viermal standen sich die Klubs in der Bundesliga gegenüber, dreimal siegten die Kraichgauer, eine Partie endete Remis. In der vergangenen Saison verlor 96 zuhause 0:1 und in Hoffenheim mit 1:2. Aufpassen muss die 96-Defensive vor allem auf Demba Ba. Hoffenheims Torjäger hat derzeit einen Lauf, erzielte in den vergangenen vier Partien jeweils einen Treffer.

„Wir haben jetzt Spiele gegen Spitzenteams. Da brauchen wir uns nicht zu verstecken, schließlich sind wir Dritter.“

96-Profi Sofian Chahed vor den Partien in Hoffenheim, gegen Dortmund und in Mainz

Auch für beide Trainer dürfte die Partie am Sonntag etwas Besonderes sein. Hoffenheims Ralf Rangnick war einst Coach in Hannover und schaffte mit den Roten 2002 den Aufstieg in die Bundesliga. Sein damaliger Assistent: Mirko Slomka. In der selben Konstellation waren beide von Oktober 2004 bis Dezember 2005 bei Schalke 04 tätig. Dann wurde Rangnick entlassen und Slomka übernahm den Chefposten. (dpa/rwx)

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