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Top 5 des Wintersport-Wochenendes: 995 Tage Pause sind vorbei

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Von: Maximilian Bülau, Pascal Spindler

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Thomas Dreßen.
Haben ein gutes Wochenende hinter sich: der Viererbob mit Francesco Friedrich, Thorsten Margis, Candy Bauer sowie Alexander Schüller (links) und Skirennfahrer Thomas Dreßen. © Frank Gunn/dpa

Der Wintersport nimmt Fahrt auf. Und er liefert besondere, kuriose, schöne Geschichten. Wir haben diese gesammelt und zusammengefasst – in einer Top 5 des Wintersport-Wochenendes.

1. Bemerkenswertes Comeback: Er fuhr, als wäre er nie weg gewesen. 995 Tage nach seinem bislang letzten Weltcup-Auftritt legte Thomas Dreßen am Wochenende im kanadischen Lake Louise eine eindrucksvolle Rückkehr hin. Rang acht, direkt die WM-Norm geknackt – viel besser hätte es für den 29-Jährigen kaum laufen können. Rund zweieinhalb Jahre war der Skirennfahrer fast nur verletzt. Zeit, in der sich jede Menge Leid und Frust angestaut hatte. Klar, dass Dreßen seinen Auftritt im Zieleinlauf von Lake Louise mit einem lauten Jubelschrei feierte.

2. Bemerkenswerter Dominator: Sollte die Konkurrenz geglaubt haben, Francesco Friedrich im nacholympischen Winter vom Bob-Thron zu stoßen, hat sie sich wohl getäuscht. Denn: Der Doppel-Olympiasieger und Rekordweltmeister gewinnt einfach weiter. So auch beim Weltcup-Auftakt im kanadischen Whistler, wo er direkt wieder Siege im Zweier und Vierer einfuhr. Dominator Friedrich ist im Eiskanal einfach kaum zu bezwingen.

3. Bemerkenswerter Sprung: 150,5 Meter weit sprang der Norweger Halvor Egner Granerud am Samstag in der Qualifikation des Weltcups im finnischen Ruka – Schanzenrekord. Auch im Wettkampf war der 26-Jährige am Ende ganz vorn, allerdings nicht allein. Und auch erst am Sonntag beim zweiten Wettkampf. Der Norweger teilte sich den Sieg gestern mit dem Österreicher Stefan Kraft, beide hatten 304,5 Punkte. Bester Deutscher wurde Pius Paschke als Achter, Markus Eisenbichler landete auf Rang zehn. Für den Willinger Stephan Leyhe sowie Karl Geiger war bereits nach dem ersten Durchgang Schluss. Damit verpasste Geiger beim vierten Springen bereits zum zweiten Mal Weltcup-Punkte.

Am Samstag war Geiger noch die zweitbeste Weite in der Quali hinter Granerud gelungen (148 Meter). Platz sechs war für den Oberstdorfer da noch zufriedenstellend. Andreas Wellinger war am Samstag als 14. zweitbester Deutscher. Leyhe sprang auf Rang 21.

4. Bemerkenswerte Frühform: Im Februar haben Katharina Hennig und Victoria Carl sensationell Olympia-Gold in Peking im Langlauf-Teamsprint gewonnen. Beim Start in den WM-Winter zeigte sich Hennig nun gleich wieder in bemerkenswerter Frühform. Am Samstag landete die 26-Jährige im Freistil-Verfolger über zehn Kilometer auf Rang drei. Auf der letzten Runde fing sie die Norwegerin Anne Kjersti Kalvaa noch ab und sicherte sich mit 0,2 Sekunden Vorsprung ihre vierte Weltcup-Podest-Platzierung. Auch am Sonntag über 20 Kilometer war Hennig lange aussichtsreich unterwegs, landete am Ende dann auf Rang 13.

5. Bemerkenswerte Leistungen: Fast 30 Jahre musste die dänischen Curlerinnen warten, nun sicherten sie sich ihren zweiten EM-Titel. Im Finale schlugen die Skandinavierinnen die Schweiz 8:4. Erstmals war Dänemark 1994 Europameister geworden. Bei den Männern stand die Schweiz ebenfalls im Endspiel – und verlor auch dieses. Schottland siegte 5:4 und verteidigte so den EM-Titel. (Maximilian Bülau und Pascal Spindler)

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