Biathlon: EM-Medaillen sollen Horchlers helfen

Wollen über eine erfolgreiche Europameisterschaft zurück ins Weltcup-Team: Karolin Horchler (links) und ihre Schwester Nadine. Fotos: nh

Willingen. Die eine hat sich in ihrer Wahlheimat Mittenwald vorbereitet, die andere in Ruhpolding. Gemeinsam starten die Horchler-Schwestern bei den am Mittwoch beginnenden Biathlon-Europameisterschaften in Tjumen in Russland.

Karolin, mit 26 Jahren die jüngere, musste sich von Strapazen der Übersee-Reise mit dem Weltcup-Team erholen. „Ich bin schon zufrieden“, kommentiert sie ihre Ergebnisse, darunter Platz neun im Sprint von Canmore und Rang drei als Schlussläuferin der Staffel in Presque Isle. Sie sagt „schon“, weil statt der Reise nach Sibirien eigentlich die WM in Oslo das Ziel gewesen ist. Aber das Thema hatte sich schon früh erledigt. Selbst nur beim Weltcup-Auftakt in Östersund dabei, überzeugten die Konkurrentinnen, sechs erfüllten ganz schnell die Qualifikationsnorm.

„Schade“, meint die Ottlarerin, die schon seit vielen Jahren für den WSV Clausthal-Zellerfeld läuft, um dann das Positive rauszuziehen. Zurück im zweitklassigen IBU-Cup war es wichtig, sich gleich wieder mit guten Ergebnissen anzubieten. „Das ist mir gut gelungen“, durfte Karolin Horchler beim Heimweltcup in Ruhpolding wieder in der Eliteliga ran. Im Chiemgau, wo sie wohnt und trainiert, wurde sie mit der Staffel Zweite, danach in Antholz lief und schoss sie sich in der Verfolgung von Rang 50 auf 24 vor.

Einsätze im Weltcup blieben Nadine, mit 29 Jahren die ältere, in diesem Winter bislang verwehrt. „In der Vorbereitung war ich nicht gut“, erzählt sie, „und als ich gut war, da waren die anderen im Weltcup auch gut“. Sie saß im IBU-Cup fest, sagt aber, wie ihre Schwester, sie sei „schon zufrieden“. Aber dann fügt sie an, „natürlich wäre ich lieber im Weltcup gelaufen“. Ihre Zuversicht für die kommenden Aufgaben zieht sie zum Beispiel aus dem letzten Rennen, dem Sprint in Osrblie. Da war sie Dritte, knapp hinter zwei Norwegerinnen.

Edelmetall würde dem Duo aus Ottlar helfen, denn die Verträge als Sportsoldatinnen enden im September. Die Planungen für den nächsten Winter werden Anfang Mai besprochen und abgesegnet. „Ich will weitermachen, ganz klar“, sagt Karolin. Aber auch Nadine, die im Juni 30 Jahre alt wird, denkt noch nicht ans Aufhören, kämpft um eine Verlängerung bei der Bundeswehr. Nach WM und EM steht nur noch der Weltcup im russischen Khanty-Mansiysk auf dem Plan. Nadine hofft dort zu starten, denn für die besten Zehn des IBU-Cups bekommen die Nationen ein zusätzliches Startrecht, sie ist aktuell Dritte. (ni)

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