Fit durchs Leben

Das sind die Skitrends des kommenden Winters

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Die neue Skisaison steht an: Ein Helm sollte zum Schutz aufgesetzt sein, bei der Oberbekleidung geht der Trend wieder zum Zwiebelprinzip.

Kassel. Die neue Skisaison kommt herbeigeschneit. Damit Sie auf dem neuesten Stand sind, werfen wir einen Blick auf die Skitrends des kommenden Winters.

Wir sprachen mit Jörg Stremme, der die Snow and Bike-Factory im Wintersport-Ort Willingen (Waldeck-Frankenberg) betreibt.

Rocker-Ski dominieren 

„Ein neuer Ski, der das Fahren revolutioniert, wird so schnell nicht erfunden“, vermutet Stremme. Der Grund: Die sogenannten Rocker-Ski dominieren alle Disziplinen. Ob Tiefschnee oder Piste - die Rocker sind seit ein paar Jahren das Maß der Dinge. Der Grund: Diese Art der Ski sind laut Stremme anders gebogen. Durch die negative Vorspannung - also lediglich einen Kontaktpunkt zum Untergrund, der in der Skimitte unter der Bindung liegt - gebe es mehr Auftrieb, eine einfachere Handhabung sei möglich.

Käufer sollten für ein Paar Ski ab 300 Euro investieren. „Wichtig ist beim Kauf die Beratung durch Fachpersonal“, sagt der Experte.

Kleidung wird dünner 

„Der Trend geht zurück zum Zwiebelprinzip“, sagt Stremme. Viele Hersteller setzen auf dünne Jacken mit sehr hohem Wärmepotential. Das Zauberwort heißt PrimaLoft. Dabei handelt es sich um ein Material, das für die US-Armee entwickelt worden ist. „Durch den dünneren Stoff kann eine wasserdichte Jacke darüber gezogen werden.“ Darunter noch zwei oder drei Schichten - fertig ist das Zwiebelprinzip. Kunden müssen für die beiden Jacken, die viele Hersteller mittlerweile im Verbund anbieten, um die 800 Euro ausgeben.

Auch in Sachen Ski- und Handschuhe gibt es Neuigkeiten. Während inzwischen viele Hersteller ihre Handschuhe mit Touchfunktion ausrüsten - so kann das Smartphone bedient werden, ohne sich kalte Finger zu holen - geht der Trend beim Skischuh zur Maßanfertigung. „Die Schuhe werden gebacken“, erzählt Stremme. Das heißt, dass der Schuh erwärmt wird. Der Kunde steigt hinein und beim Abkühlen passt sich der Schuh an den Fuß an. Die Preise beginnen bei 200 Euro.

Helme sorgen für Sicherheit

Skihelme sind laut Stremme immer noch ein großes Thema, da sie für Sicherheit sorgen. Neu sind diesen Winter Modelle mit integriertem Visier. „Diese können die Sportler ganz einfach hochklappen und sparen sich so das Geld für eine Skibrille“, erklärt Stremme. Ganz billig sind die Helme mit Visier aber nicht. Sie kosten zwischen 200 und 500 Euro. Ein weiterer Trend geht zur Bluetooth-Schnittstelle im Helm. „So kann während des Fahrens telefoniert werden.“

Einen Schritt weiter geht die sogenannte Daten-Skibrille. Dem Träger werden auf einem kleinen Bildschirm im Visier allerlei Daten angezeigt, etwa die nächstgelegene Toilette oder die Wartezeit am Lift.

Apps warnen vor Lawinen

Auch für Smartphone-Nutzer gibt es einige Spielereien. Die Apps bergfex/Ski Lite sowie Schneehoehen bieten Informationen rund um Skigebiete. Dazu zählen Pistenpläne, Wetter- und Schneeverhältnisse. Auch auf dem Markt: Apps, die spezielle Ski-Gymnastikübungen schulen, etwa die Anwendung von next.healthlab. White Risk und SnowSafe informieren über die Gefahr von Lawinenabgängen.

Die App iSki Tracker bietet Analysen rund um das Fahrverhalten des Nutzers. Abrufbare Informationen sind etwa zurückgelegte Kilometer und Höchstgeschwindigkeit. Mit Spot Digger können Fotos direkt bei Facebook hochgeladen werden.

Von Matthias Hoffmann

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