Leyhe startet durch – Lehrjahr für Winter

Eintrittskarte für Weltcup-Team gelöst

Kann zufrieden sein mit seiner Saison: Stephan Leyhe. Foto: dpa

Die Wettkampfsaison 2014/15 war bisher mit Abstand die beste für Skispringer Stephan Leyhe vom SC Willingen – obwohl sie startete wie jede andere auch: Ein Continentalcup im norwegischen Rena stand an. Nicht der erste, den der 23-Jährige bestritt, bereits 2007 hatte er sein Debüt in der zweithöchsten Wettkampfserie gegeben.

Trotzdem war dieses Mal alles anders – denn: Am Ende des Wettbewerbs stand der gebürtige Schwalefelder ganz oben auf dem Podest. Sein erster Sieg im Conticup und gleichzeitig die Eintrittskarte fürs Weltcup-Team. Dann ging es rasant zu: Es folgte Platz 14 in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee, ein Weitenrekord mit 210,5 Metern beim Skifliegen in Planica wurde aufgestellt und in der Gesamtwertung des Weltcups stand am Ende Rang 38 fest.

„Rein sportlich gesehen waren für mich der Sieg in Rena und Platz 13 beim Weltcup in Engelberg die Höhepunkte für mich“, sagt Stephan Leyhe und fügt an: „Mein persönliches Highlight war der Weltcup in Willingen und der erste Flug über 200 Meter.“

Dass er nicht für die Nordische Ski-Weltmeisterschaft nominiert wurde und auch danach einige Weltcups auslassen musste, machten ihm nicht zu schaffen. Ganz im Gegenteil: Über einen zweiten Platz beim Conti-Cup-Finale kämpfte er sich zurück in die A-Mannschaft und durfte beim Skifliegen in Planica, dem Weltcup-Finale, dabei sein. „Ich habe so viel Neues erlebt und auch gesehen, wo ich noch Reserven habe.“ Bald heißt es also wieder angreifen, doch jetzt stehen erst ein paar Tage Erholung auf dem Plan.

Gemischte Gefühle

Leyhes Teamkollege Paul Winter beschreibt seine Saison als Lehrjahr. „Ich bin viel durch die Wettbewerbe gereicht worden, habe dadurch aber auch viel dazugelernt“, sagt der 17-Jährige und fügt an: „Ausgerechnet bei der Vierschanzentournee habe ich keine guten Sprünge gezeigt und auch der Continentalcup in Rena verlief nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe.“ Trotzdem sieht er auch die positiven Dinge: „Ich habe aus meinen Fehlern gelernt und dann am Ende der Conticup-Saison wieder richtig gute und zufriedenstellende Ergebnisse eingefahren.“

Auch wenn er mit dem 47. Platz in der Gesamtwertung nicht zufrieden ist, so kann er sich immerhin über Team-Silber bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Almaty freuen. Sein Ziel für die nächste Saison ist auch schon gesteckt: „Bei der JWM will ich wieder eine Medaille holen und auch bei der Tournee will ich wieder starten.“ (frg) Foto:  ds

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