Horchler-Schwestern starten bei Deutscher Meisterschaft

Der Kampf um die Titel steht kurz bevor: Nadine (links) und Karolin Horchler stellen sich dieses und nächstes Wochenende der Konkurrenz bei der Deutschen Biathlon-Meisterschaft. Foto: nh

Willingen/Langdorf. Die Meldeliste für den ersten Teil der Deutschen Meisterschaften der Biathleten am Wochenende ist komplett - 32 Frauen und 35 Männer werden im Hohenzollern Skistadion am Arber (Langdorf, Bayerischer Wald) an den Start gehen und auf Skirollern um die Titel kämpfen. Nicht nur Laura Dahlmeier, Franziska Preuß, Miriam Gössner und Co. sind in der Liste zu finden - auch die Horchler-Schwestern Karolin und Nadine werden ins Wettkampfgeschehen eingreifen - und das mit ganz unterschiedlichen Zielen.

Nachdem es für Nadine (SC Willingen) nach einer verkorksten Wintersaison nach dem Karriereende aussah, entschied sie sich doch anders: „Noch einmal angreifen und gucken, wie es läuft. Für mich ist das sehr wichtig, weitergemacht zu haben. So wollte ich mich nach all den Jahren nicht verabschieden“, sagt die 29-Jährige und ergänzt: „Jetzt habe ich ja nichts mehr zu verlieren und kann die Sache locker angehen.“

Die gebürtige Ottlarerin macht sich keinen Druck: „Ich will am Arber einfach nur gut schießen und eine ordentliche Laufleistung abliefern. Ich kann nicht sagen, zu welcher Platzierung es reichen könnte“, so die Sportsoldatin.

Die frühere Wertigkeit der Deutschen Meisterschaften, bei der es noch um Startplätze für die bevorstehende Wintersaison ging, gibt es nicht mehr - die werden erst im November verteilt. „Deswegen haben wir uns auch nicht gezielt auf die Deutsche vorbereitet, aber die Wettkämpfe sollte ich trotzdem ganz gut über die Bühne kriegen“, sagt Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld), die mit ihrer vergangenen Saison, in der sie erstmals im Weltcup startete, zufrieden war.

Für die jüngere Horchler-Schwester ist das Ziel für den aktuellen Wettkampf ganz klar: „Da werden die Titel vergeben. Da sind alle deutschen Frauen am Start und ich will vorn mit dazu gehören, also unbedingt in die Medaillenränge.“ Trotzdem geht die Sportsoldatin nicht zu verbissen an die Sache: „Der Druck, dass man jetzt schon richtig fit sein muss, um im Winter dazu zu gehören, ist zum Glück nicht da. Das ist sehr angenehm.“

Von Friederike Göbel

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