Skisprungen-Weltcup fällt wegen Nebel aus: Karten gespielt statt gesprungen

Karten gespielt statt gesprungen: Stephan Leyhe. Der Einzel-Weltcup am Sonntag fiel wegen zu viel Nebel aus. Foto: nh

Oslo. Dichter Nebel und wechselhafter Wind ließen den Skispringern beim Einzel-Wettkampf am Sonntag beim Weltcup in Oslo keine Chance.

Nachdem der Probedurchgang bereits abgesagt wurde und der Start des Wettkampfs immer wieder verschoben werden musste, entschied sich die Jury dazu, den Wettbewerb abzusagen.

„Die Windverhältnisse haben sich zwar verbessert, mit etwas Geduld hätten wir auch einen Durchgang durchgebracht. Der Athlet hätte springen können, aber wir hätten keine Chance gehabt, ihn dabei zu beobachten“, sagte FIS-Renndirektor Walter Hofer im Fernsehinterview. Denn: Der Nebel war so dicht, dass sowohl Kampfrichter und Videoweitenmessung keine Chance gehabt hätten.

Unklar ist noch, ob es einen Ersatz-Wettkampf im Laufe der weiteren Saison geben wird. „In Trondheim würde die Möglichkeit bestehen“, sagte Bundestrainer Werner Schuster. Denn dort geht es für die Skispringer bereits am Dienstag mit Training und Qualifikation weiter, bevor am Mittwoch der nächste Einzelwettbewerb folgt und es am Wochenende in Vikersund weiter geht.

„Schade, dass der Wettkampf abgesagt wurde“, sagte Stephan Leyhe vom SC Willing, der die Wartezeit dazu nutzte, mit seinen Teamkollegen Karten zu spielen. Da der gebürtige Schwalefelder am Freitag in der Qualifikation nur auf Rang 24 landete, musste er bereits am Samstag beim Teamwettbewerb (Deutschland landete auf Rang vier, der Sieg ging an Slowenien) zuschauen und kam somit in Oslo gar nicht zum Einsatz. „Freitag war nicht wirklich mein Tag. Mit der Schanze kam ich nicht so gut zurecht. Ich war den ganzen Sprung über einfach zu passiv.“

Und sein Ziel für Trondheim? „Neue Schanze, neues Glück“, so der 24-Jährige. „Ich werde mein Bestes geben.“

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