Skispringer erfährt in Sapporo von seiner Nominierung für Weltcup in Willingen

Leyhes Heimspiel ist perfekt

Jetzt ist die Freude groß: Stephan Leyhe vom SC Willingen ist beim Skisprung-Weltcup im Upland dabei. Foto: dpa

Willingen/Sapporo. Jetzt ist es endlich raus: Der Willinger Skispringer Stephan Leyhe steht vor einem Heimspiel am Mühlenkopf: Der 23-Jährige wurde von Bundestrainer Werner Schuster für den Dreifach-Weltcup vom 30. Januar bis 1. Februar im Upland in den Kader berufen.

„Echt? Das wusste ich noch gar nicht“, sagte Stephan Leyhe, als wir ihn kurz nach der Ankunft im japanischen Sapporo erreichten, wo am Wochenende der letzte Weltcup vor den Springen in Willingen auf dem Programm steht. „Ich freue mich riesig. Der heimische Weltcup ist für mich einfach etwas ganz Besonderes“, fügte Leyhe an.

13 Stunden im Flieger gesessen

Dass er bis dahin noch nichts von seinem Glück wusste, lag allerdings auch daran, dass der 23-Jährige zuvor 13 Stunden lang im Flieger gesessen hatte und Bundestrainer Werner Schuster, der die Nominierungen ansonsten bekannt gibt, ausnahmsweise in Deutschland geblieben ist. In Japan betreuen die Co-Trainer Tino Haase und Jens Deimel die deutschen Springer.

„Die Reise nach Japan ist natürlich nicht ganz ohne, weil man so lang unterwegs ist“, so Leyhe, der nach der Ankunft eigentlich nur noch ins Bett wollte. Doch müde war der gebürtige Schwalefelder nach der Nachricht aus Deutschland nicht mehr. „Jetzt bin ich hellwach“, erzählte Leyhe. 2012 war er bislang das einzige Mal in Willingen beim Weltcup dabei und verpasste die Qualifikation nur um einen Meter. Drei Jahre später soll sich das nun ändern.

In Sapporo stehen am Samstag und Sonntag zwei Einzelwettbewerbe auf dem Plan. „Das Springen in Sapporo ist nicht ganz so einfach, es ist meistens windig. Aber trotzdem sollten ein paar Pünktchen drin sein“, beschreibt Leyhe seine Ziele. Die Reise nach Japan ist für die Springer eine große Belastung – nicht nur wegen des langen Flugs mit Zwischenlandung in Tokio.

Auch die Zeitumstellung – der Unterschied beträgt neun Stunden – belastet die Sportler, zumal es direkt nach den Wettkämpfen wieder auf die Heimreise geht. Da ist es wichtig, den eigenen Rhythmus nicht zu verlieren. „Du musst schlafen, wenn du müde bist und fit sein, wenn es drauf ankommt“, erklärte der Sportsoldat.

Von Friederike Göbel

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.