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Luisa Grube aus Nörten-Hardenberg kämpft in Norwegen um ein Paralympics-Ticket

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Von: Marco Washausen

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Idyllisch: Dieses Foto postete Luisa Grube nach dem Abschlusstraining am Mittwoch. © Instagram / Luisa Grube

Wenn man so will, kann man sie als Mini-Paralympics bezeichnen. Wenige Wochen bevor die Winter-Paralympics in Peking eröffnet werden, findet derzeit die Para Schneesport-Weltmeisterschaft im norwegischen Lillehammer statt.

Nörten-Hardenberg / Hafjell - Mit dabei ist die stark sehbeeinträchtigte Ski-Rennläuferin Luisa Grube aus Nörten-Hardenberg. Die 20-Jährige und ihr Guide Luca Traichel, der sie verbunden über Funk über die Piste führt, sollen Erfahrungen sammeln. „Für sie ist schon die Teilnahme der Erfolg“, sagte Justus Wolf, Bundestrainer Para Ski alpin, im Vorfeld der Titelkämpfe.

750 Athleten aus über 30 Nationen sind in Norwegen vor Ort. Ursprünglich war die WM auf Februar 2021 terminiert, wurde dann aber pandemiebedingt verschoben, sodass sie nun als Paralympics-Generalprobe dient. Die Biathlon- und Langlauf-Wettbewerbe finden im Birkebeineren-Skistadion statt, das für die Olympischen und Paralympischen Spiele 1994 erbaut wurde, die Ski- und Snowboard-Events werden im 18 Kilometer entfernten Hafjell ausgetragen, das auch Austragungsort der Spiele war.

Das 30-köpfige deutsche Team umfasst dabei acht Athleten im Para Ski alpin (darunter Luisa Grube) mit drei Guides, elf Athleten im Para Ski nordisch mit fünf Guides sowie drei Para Snowboarder.

Der erste Auftritt der Nörten-Hardenbergerin fand am Donnerstag statt. An der Seite von Luca Traichel stand der Riesenslalom auf dem Programm. Doch es lief nicht rund. Das Duo schied aus und verpasste den zweiten Lauf. Die Chance, es besser zu machen, bietet sich am Samstag. Dann geht Luisa Grube im Slalom nochmal auf die WM-Piste (erster Lauf 10.30 Uhr, zweiter Lauf 13.30 Uhr).

Doch nach der WM ist die Saison für Grube noch keinesfalls beendet. Am 4. März werden in Peking die Winter-Paralympics eröffnet. Und am 28. Januar wird feststehen, wer Deutschland dort vertreten darf. Dann gibt der Deutsche Behindertensportverband die Nominierung bekannt. „Ich mache mir Hoffnungen. Die Entscheidung fällt zwischen Isabell Thal und mir. Es wird hart, aber ich habe auf jeden Fall die Chance, in Peking dabei zu sein“, sagt Grube, die in Innsbruck lebt und studiert.

Im nordischen Skibereich wird es voraussichtlich 14 Startplätze geben, im alpinen sieben und die Snowboarder haben drei Slots ergattert. „Das ist mehr als in Pjöngjang und Sotschi. Darüber freuen wir uns“, sagt Dr. Karl Quade. Hinzu kommen die Guides. Der 67-Jährige, seit 1996 als Chef de Mission bei Paralympics dabei, geht davon aus, dass für das deutsche Team insgesamt 70 bis 75 Personen inklusive der Delegation nach Asien reisen. (Marco Washausen)

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