Biathlon: Karolin Horchler 54. beim Weltcup, Nadine Horchler 10. beim IBU-Cup

Nähmaschine als Problem

Banger Blick: Für Karolin Horchler lief es im thüringischen Oberhof überhaupt nicht nach Plan. Foto: Einecke

Oberhof/Duszniki. Mehr erhofft: Biathletin Karolin Horchler ist beim Weltcup im thüringischen Oberhof nur auf Rang 54 gelandet. Nach 7,5 Kilometern stoppte die Uhr eine Zeit von 25:31,2 Minuten für die gebürtige Ottlarerin. Damit lag die für den WSV Clausthal-Zellerfeld startende Athletin bei sehr windigen Bedingungen 2:51,2 Minuten hinter Siegerin Veronika Vitkova (22:40/2 Fehler).

Im Liegendanschlag blieb Horchler fehlerfrei, doch beim Stehendanschlag wurden zwei Fehler für sie notiert. „Es waren ganz schön schwierige Bedingungen. Stehend hat es mich richtig erwischt. Ich habe versucht, die Schüsse ins Ziel zu kriegen, aber ich stand zu lange da, dass es vom Körper her unruhig geworden ist“, so die 25-Jährige. Damit spricht die Sportlerin die sogenannte „Nähmaschine“ an. Die Beine schlottern dann plötzlich und so wird es schwierig, die Ziele zu treffen.

Aber auch abseits des Schießstands hatte Karolin Horchler Probleme. „Läuferisch weiß ich nicht genau, was los ist. Es war von Anfang an schwer. Die Leistung vom Training kann ich nicht ganz umsetzen. Wenigstens durfte ich mal in Oberhof laufen, das war ein Wahnsinns-Erlebnis vor der Kulisse.“ Schließlich waren an der Strecke 9000 Zuschauer vertreten, die die Sportler anfeuerten.

Am Sonntag geht es in Oberhof für die Frauen mit einem Massenstart weiter – allerdings starten dann nur die besten 30. Ob Karolin Horchler beim nächsten Weltcup in Ruhpolding eingesetzt wird, steht noch nicht fest.

Nadine Horchler schießt gut

Während Karolin Horchler recht unzufrieden mit ihrem Ergebnis war, schaute es bei ihrer Schwester Nadine besser aus. Beim IBU-Cup, der zweiten Liga der Biathleten, im polnischen Duszniki sicherte sich die 28-Jährige den zehnten Platz im Sprintrennen über 7,5 Kilometer.

Eine Scheibe ließ die Sportsoldatin schwarz und musste daher eine Strafrunde drehen – ihre Zeit: 22:59,4 Minuten. „Mit dem Schießen war ich echt zufrieden, weil es richtig windig war. Ich habe gleich den ersten Schuss daneben gesetzt und dann direkt reagiert – mit dem einen Fehler bin ich gut weg gekommen“, sagt Nadine Horchler, die für den SC Willingen startet, und fügt an: „Und auch läuferisch habe ich mich schon etwas besser gefühlt. Es ist zwar noch nicht so, dass ich zufrieden bin, aber im Vergleich zu den vergangenen Wochen bin ich froh, dass beim ersten Wettkampf im neuen Jahr ein einigermaßen gutes Ergebnis heraus gekommen ist.“

Ihr Rückstand auf Siegerin Irina Trusova betrug 1:44,2 Minuten. Die Russin blieb fehlerfrei am Schießstand - und das will Nadine Horchler auch im Sprintrennen am Samstag bleiben. „Ich hoffe, dass es jetzt weiter bergauf geht und schaue, was die nächsten Tage so bringen.“

Von Friederike Göbel

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