Nina Voelckel, Johanna Mädler und Anton Guthardt im Konzert der Ski-Asse

Retteroder Trio gefordert

Retterode. Gegen Ski-Langläufer aus allen Teilen Deutschlands mussten sich Johanna Mädler, Nina Voelckel und Anton Guthardt vom TSV Retterode bei den deutschen Meisterschaften behaupten. Sie waren zusammen mit der Langlaufmannschaft des hessischen Skiverbandes erstmals bei den Titelkämpfen am Start, die aufgrund der schwierigen Schneesituation kurzfristig von Girkhausen ins Erzgebirge verlegt werden mussten.

Gestartet wurde in den Disziplinen Sprint, Einzel und Verfolgung. Der Veranstalter hatte die extrem schwierigen Strecken trotz der geringen Schneeauflage sehr gut präpariert. Für die Betreuung der Langläufer aus Rhön, Vogelsberg, Willingen und Retterode hatte der hessische Skiverband ein vierköpfiges Techniker-Team zusammengestellt. Dabei waren auch Matthias Guthardt und Bernhard Mädler vom TSV Retterode.

Die Perspektiven der TSV-Aktiven waren ungünstig, denn aufgrund des fehlenden Schnees in Nordhessen konnten die Skisportler bisher nur in den Alpen, oder in der Oberhofer Skihalle auf Schnee trainieren. Alle anderen Trainingseinheiten wurden auf Skirollern oder Laufschuhen absolviert.

Nina Voelckel und Johanna Mädler gingen beim Klassik-Sprint in der Klasse der Jugendlichen 16 über 1,1 Kilometer an den Start. Sie belegten nach Prolog und Viertelfinale die guten Plätze 19 und 28. Nina Voelckel verfehlte durch einen Sturz im Viertelfinale eine bessere Platzierung. Aus hessischer Sicht war Sophia Schrenk aus Gersfeld an diesem Tag die Beste und holte sich die Silbermedaille in dieser Disziplin.

Tags darauf stand das Skatingrennen über fünf Kilometer auf dem Programm. Im Einzelstart gingen die Sportler alle 30 Sekunden in die Strecke und lieferten sich spannende Laufduelle.

Mädler Zweitschnellste

Johanna Mädler kam erneut auf Platz 19 ins Ziel und war die Zweitschnellste aus Hessen. Nina Voelckel lief 26 Sekunden hinter ihr auf Rang 24. Anton Guthardt ging erstmals in der Herrenklasse an den Start. Nach dem Beginn seiner Berufsausbildung im Herbst konnte er das aufwändige Training der vergangenen Jahre nicht fortsetzen, erreichte über zehn Kilometer gegen die starke Konkurrenz aber dennoch einen erfreulichen 29. Platz.

Beim abschließenden Verfolgungsrennen im klassischen Stil über 7,5 Kilometer mussten die Sportler nochmals alle Kräfte mobilisieren. Es ging im Abstand aus dem Skating-Rennen erneut auf die von reichlich Zuschauern umsäumten Strecken, die zahlreiche Anstiege und rasante Abfahrten beinhalteten. Nina Voelckel verbesserte sich dabei auf Rang 21, Johanna Mädler kam auf Rang 23 ins Ziel. Anton Guthardt hatte sich das Rennen über 15 Kilometer gut eingeteilt und landete am Ende auf Platz 24.

Bestes Bundesland bei diesen Meisterschaften war eindeutig Sachsen, das sich insgesamt elf Titel sicherte. Thüringen folgte schon weit zurück mit vier Titeln. Bayern kam auf drei Meisterschaften. Auch die Verantwortlichen des TSV Retterode waren mit dem Abschneiden ihrer Sportler zufrieden. (red)

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