Stephan Leyhe springt wieder in die Punkte

Und flieg: Skispringer Stephan Leyhe sicherte sich in Russland die Plätze 22 und 27. Foto: dpa

Nischni Tagil/Ridnaun. „Es läuft zufriedenstellend, ist aber noch nicht das, was ich kann" - so lautet das Wochenend-Fazit von Skispringer Stephan Leyhe, der beim Weltcup im russischen Nischni Tagil auf die Plätze 27 und 22 sprang.

Nach einem guten Qualifikationssprung auf 124,5 Meter (Rang acht) kam der 23-Jährige, der für den SC Willingen an den Start geht, am Sonntag auf Weiten von 116,5 und 119 Meter. Dafür kassierte der gebürtige Schwalefelder 197,1 Punkte, die ihm Rang 22 bescherten. „Momentan traue ich mir noch nicht so viel zu, wie ich eigentlich kann“, sagte Leyhe, der nach Andreas Wellinger (Rang 10) und Severin Freund (12.) drittbester Deutscher war. Seine Teamkollegen Richard Freitag, Andreas Wank und Marinus Kraus schafften es erst gar nicht in Durchgang zwei. Den Sieg sicherte sich der Slowene Peter Prevc 131,5, 139; 267,4).

Auch am Samstag kam Stephan Leyhe unter die besten 30: Für seine 125 und 113 Meter sammelte er 189,5 Punkte, die ihm Rang 22 einbrachten. „Immerhin habe ich ein paar Punkte geholt. Aber es war auch ein schwieriger Wettkampf, weil es vom Wind her wieder nicht so einfach war“, sagte der 23-Jährige. „Im zweiten Durchgang bin ich am Tisch nicht gut abgesprungen, sondern nur drüber gerollt - deswegen bin ich auch nicht so weit gekommen, aber der erste Sprung war okay.“ Den Sieg machte Leyhes Teamkollege Severin Freund klar. Mit 132 und 134 Metern (260 Punkte) setzte er sich deutlich von der Konkurrenz ab. In der Gesamtwertung liegt Leyhe derzeit mit 36 Zählern auf Rang 29. Bereits am Wochenende hat er die nächste Chance, weitere Weltcup-Punkte zu sammeln, denn dann geht’s im schweizerischen Engelberg weiter.

Biathlon - IBU-Cup

Plätze gutmachen wollten sie - und das hat auch geklappt: Beim IBU-Cup der Biathleten im italienischen Ridnaun ist Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld) am Sonntag in der Verfolgung von Position 23 auf Rang sieben vorgelaufen. Ihre Schwester Nadine, die für den SC Willingen startet, kam über die zehn Kilometer auf Platz 21 - und verbesserte sich damit auch gleich um 13 Ränge.

Für die 26-jährige Karolin hätte es sogar noch weiter nach vorn gehen können - doch beim letzten Schießen - nachdem sie bereits 15 Schuss sicher platziert hatte - versagten ihre Nerven. Das Ergebnis: zwei Fahrkarten. „Bis dahin war es ein super Rennen. Am Schießstand habe ich gesehen, dass ich auf Rang drei liege - und dann habe ich zu viel nachgedacht, wohin die Reise gehen könnte“, sagte die gebürtige Ottlarerin. „Vom Laufen her war’s aber ein guter Wettkampf, der mir wieder mehr Selbstvertrauen gegeben hat.“ Nach 33:19,7 Minuten überquerte sie die Ziellinie, damit fehlten ihr 1:30,6 Minuten auf Siegerin Galina Nechkasova (Russland, 31:49,1/1).

Nadine Horchler startete direkt mit einem Fehler in den Wettkampf, blieb dann aber die folgenden zwei Anschlägen fehlerfrei. Erst beim letzten kam eine weitere Strafrunde hinzu. Das bedeutete am Ende Rang 21. Ihre Zeit: 34:11,6 Minuten.

„Der letzte Fehler ärgert mich natürlich. Trotzdem konnte ich ein paar Plätze gutmachen“, so die 29-Jährige. Denn am Vortag landete sie im Sprint über 7,5 Kilometer nach zwei Fehlern und 23:50,2 Minuten nur auf Platz 34. Für Karolin Horchler hieß es nach 23:27,5 Minuten und ebenfalls zwei Fehlern Rang 23. Schon am Freitag sind die Horchler-Schwestern wieder gefragt. Dann startet der dritte IBU-Cup im österreichischen Obertilliach. (frg)

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