Große Diskussion um verschiedene Laufstile bei der gemeinsamen Wettkampfserie der Skilangläufer

Trio des TSV Retterode vorn dabei

Gute Laune: Vordere Platzierungen erreichten (von links) Johanna Mädler, Cecile Löber und Anton Guthardt vom TSV Retterode beim Skilanglauf in Schotten. Foto: nh

Schotten. Wieder einmal ausgezeichnet platziert waren mit Anton Guthardt, Johanna Mädler und Cecile Löber drei Skilangläufer des TSV Retterode bei weiteren Rennen im Rahmen der gemeinsamen Wettkampfserie des hessischen und westdeutschen Skiverbandes.

Da sich der Winter derzeit in die höchsten Regionen der hessischen Mittelgebirge zurückgezogen hat, war die Schneesicherheit der Loipen um den Hoherodskopf im Vogelsberg der Garant für Aktivitäten der Wintersportler. Der TGV Schotten hatte als Ausrichter zu den Massenstart-Rennen eingeladen, in denen allerdings Missverständnisse bei der Auslegung des Reglements und Uneinigkeit zwischen den Landesverbänden für viel Diskussionsstoff sorgte.

Cecile Löber war unmittelbar von diesem Konflikt betroffen, da es bei den Rennen in den jüngsten Schülerklassen zum Aufeinandertreffen von Läufern der klassischen Technik und Skatern kam. Während unter den Vereinstrainern des hessischen Skiverbandes bei den Jüngsten die klassische Technik bevorzugt wird, lässt der westdeutsche Skiverband bereits ab dem jüngsten Schüleralter alle Sportler in der Skating- und Klassiktechnik laufen.

Auch der TSV Retterode unterstützt die Klassiktechnik bei den Schülerinnen und Schülern. So startete Cecile Löber über zwei Kilometer der Altersklasse U 10 und ließ nach einem ausgezeichneten Rennen als Sechste im Endklassement sogar noch einige Skaterinnen hinter sich.

Anton Guthardt hatte es beim Rennen der Junioren über zehn Kilometer mit drei Konkurrenten zu tun. Nach einem spannenden Rennen mit ständigen Führungswechseln konnte er einen Angriff von Benjamin Selter am letzten Anstieg nicht mehr kontern und musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. Am Ende hatte er nur 1,2 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Vereinskameradin Johanna Mädler startete im Skatingwettbewerb über acht Kilometer. Einem Massensturz zu Beginn des Rennens konnte sie sich gerade noch entziehen und sicherte sich in 22:03 Minuten Rang vier in der Klasse U 17.

Diskussionsbedarf

Die unterschiedliche Regelauslegung wird die sportliche Führung beider Landesverbände noch beschäftigen. So werden sich die hessischen Vereinstrainer mit dem Argument für die Klassik-Technik starkmachen, dass das Erlernen dieser Technik eine unverzichtbare Basis für die Entwicklung des Sportlers darstellt. Neben den Aspekten der physiologischen Entwicklung von jungen Sportlern ist auch nach Meinung des TSV Retterode nicht zu vernachlässigen, dass man für die Ausübung beider Techniken auch doppeltes Material wie Ski, Stöcke und Schuhe benötigt und bereitstellen muss. (red)

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