Biathlet Tom Gombert tritt nächste Woche bei den Europäischen Jugendspielen an

Die Ukulele muss mit

Er will das Beste aus sich heraus holen: Biathlet Tom Gombert. Foto: Voigt

Willingen. Der Countdown läuft: Heute starten die 12. Europäischen Olympischen Jugendspiele (EYOF) in Voralberg – und mit dabei ist auch Biathlet Tom Gombert vom SC Willingen. Der 17-Jährige hatte sich im Dezember für die Wettbewerbe in Österreich qualifiziert – der Staat Liechtenstein richtet die Veranstaltung mit aus.

Seit 2010 besucht Gombert, der gebürtig aus Dagobertshausen bei Melsungen kommt, das Willinger Skiinternat. Bevor er zum Biathlon auf Schnee wechselte, war er als Sommerbiathlet in seiner Heimat unterwegs – bereits mit neun Jahren fing er an zu trainieren.

„Ehrlich gesagt bin ich schon jetzt aufgeregt, wenn ich nur an die Wettkämpfe denke.“

Tom Gombert

„Ich hatte einen sehr engagierten Trainer, mit dem ich öfters zum Training nach Willingen gefahren bin. Dann kam irgendwann der Entschluss, aufs Internat zu gehen“, so Gombert. Seitdem trainiert er in der Gruppe von Coach Susen Fischer. Doch wieso überhaupt Biathlon? „Die Sportart ist sehr vielseitig, gerade was das Training betrifft. Und man weiß vor einem Wettkampf nie, wie der ausgeht. Das reizt mich“, sagt Gombert.

Von Dienstag bis Samstag war Gombert, der dem D/C-Kader des Deutschen Skiverbandes (DSV) angehört, zur letzten Vorbereitung in Krün bei Mittenwald, Samstag ging es weiter nach Österreich. Knapp 20 Kilometer weiter, in Bürserberg, wurde extra eine mobile Biathlonanlage aufgebaut und dort steht am 27. Januar der Sprint auf dem Plan, am 28. folgt die Verfolgung und am 30. Januar die Mixed-Staffel. „Ehrlich gesagt bin ich schon jetzt aufgeregt, wenn ich nur an die Wettkämpfe denke“, sagt Tom Gombert. Dass er bei den Jugend-Spielen dabei sein könnte, hatte er nicht erwartet: „Das kam völlig überraschend. Ich habe mich eine Woche vor den Qualifikationswettkämpfen in Oberhof ziemlich unfit gefühlt.“ Trotzdem landete er dort zweimal auf Rang zwei, löste damit das Ticket und geht nun mit drei weiteren Teamkollegen der Jahrgänge 1997/98 in Österreich an den Start.

900 Sportler, 45 Nationen

Und sein Ziel? „Es ist einfach schön, dabei zu sein. Aber ich werde mich natürlich anstrengen und versuchen, das Beste heraus zu holen“, sagt Tom Gombert. Insgesamt 900 Sportler aus 45 Nationen werden zu den Spielen erwartet – vor Ort werden auch Gomberts Eltern sein, die ihn am Streckenrand ordentlich anfeuern werden. In Gomberts Gepäck fehlen darf übrigens keinesfalls seine Ukulele. „Die ist immer dabei. Damit kann ich nach den Wettkämpfen gut runter kommen.“

Der größte Erfolg des 17-Jährigen war bisher ein Einzelsieg im Deutschlandpokal – dass die Jugendspiele aber auch ein Sprungbrett sein können, haben schon viele Wintersportler wie Skispringer Andreas Wellinger oder Biathletin Laura Dahlmeier vorgemacht – vielleicht wird Tom Gombert auch schon in ein paar Jahren im Weltcup vertreten sein.

Von Friederike Göbel

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