Bob-Anschieber Jan-Martin Speer hängt noch eine weitere Saison dran

„So will ich nicht aufhören“

Will in der nächsten Saison noch einmal richtig angreifen: Bob-Anschieber Jan-Martin Speer aus Wirmighausen. Foto: Göbel

Nun erst recht: Bob-Anschieber Jan-Martin Speer (SC Potsdam) aus Wirmighausen wird noch eine weitere Saison dranhängen. „So will ich nicht aufhören“, sagt der 27-Jährige und bezieht sich damit auf das verkorkste Saisonende – die Nicht-Teilnahme an der Heim-Weltmeisterschaft im März in Winterberg.

„Klar gab es auch Momente, in denen ich keinen Bock mehr hatte. Du kämpfst die ganze Saison auf den Höhepunkt hin und darfst dann nicht dabei sein, das wurmt schon“, so Speer, der ergänzt: „Allerdings läuft es ja nicht immer nur geradeaus. Trotzdem will ich einen anderen Abgang haben, in der nächsten Saison werde ich auf jeden Fall noch einmal richtig angreifen“, lautet seine Kampfansage. Obwohl er auch in dieser Saison im Weltcup Podestplätze eingefahren hat.

Letzte Prozente heraus kitzeln

Das Training hat der Lehramtsstudent noch nicht wieder aufgenommen: „Wir sind zuhause am Umbauen, da ist genug zu tun. Ich bin körperlich gut ausgelastet.“ Trotzdem wird Speer am 13. April wieder offiziell loslegen. „Da fällt auch der Startschuss zur Uni, parallel starte ich dann auch immer mit dem Training.“ Und da wird es dieses Mal eine Umstellung geben: „Bisher hatte ich immer einen eigenen Plan, mit dem ich ganz gute Ergebnisse erzielt habe. Die letzten Prozente will jetzt mein Heimtrainer René Spieß aus mir heraus kitzeln. Er hat mir versprochen, dass es dann noch einmal ein Stück weiter nach vorn geht, wenn ich mich an seine Vorgaben halte.“

Der Trainingsplan steht also bereits, feststeht nur noch nicht, in welchem Team Speer in der neuen Saison angreifen wird. Sein Pilot Manuel Machata hatte angedeutet, sich in Zukunft eventuell auch um Aufgaben neben der Bobbahn zu kümmern – also nicht mehr in den Schlitten zu steigen. „Da steht aber noch gar nichts fest“, so Speer, der allerdings zugibt: „Verhandlungen laufen mittlerweile – es haben auch schon einige Piloten bei mir angerufen. Ich habe aber noch keine Entscheidung getroffen“, so der 27-Jährige, der einen Teamwechsel nicht ausschließt. Allerdings müssen dafür erst einige Sachen geklärt sein: „Das Gesamtpaket muss stimmen. Also welche Perspektiven hat man mit dem Team in der Zukunft, welche Ziele werden angepeilt, wie sieht das Material aus und vieles mehr. Das ist ein knallhartes Geschäft, da will ich nicht wieder baden gehen.“

Deswegen lässt sich Speer mit seiner Entscheidung auch noch Zeit. Schließlich kann er nur mit dem richtigen Team vorn landen. „Motiviert genug bin ich auf jeden Fall.“ Und das ist wohl die beste Voraussetzung. (frg)

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