„Wir wollten aufs Podest“

Viererbob-Weltcup: Rang sechs für Martin Speer und sein Team

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Hatte sich in Altenberg mehr erhofft: der Wirmighäuser Jan-Martin Speer, der mit der Friedrich-Crew am Start war.

Altenberg. Nach dem ersten Durchgang sah alles nach einem Podestplatz aus – doch daraus wurde leider nichts.

Jan-Martin Speer und sein Team um Pilot Francesco Friedrich (Oberbärenburg) landeten beim Viererbob-Weltcup im sächsischen Altenberg am Sonntag nur auf Rang sechs. Dabei waren sie auf Position drei in den zweiten Teil des Wettbewerbs gegangen – beste Voraussetzungen also, um ganz vorn anzugreifen.

Schnell im Altenberger Eiskanal unterwegs: Pilot Francesco Friedrich mit den Anschiebern Jan-Martin Speer, Joshua Bluhm und Thorsten Margis (von rechts). Foto: dpa

„Ich bin schon sehr traurig, dass wir den zweiten Lauf so vergeigt haben. Wir haben eine super Startzeit hingelegt und bis zur Kurve neun geführt“, sagt Jan-Martin Speer. „Dann haben wir die Gerade nicht perfekt erwischt und sind falsch in den Kreisel gefahren, da haben wir zu viel Geschwindigkeit verloren, unten raus fehlt es dann einfach.“ Die Uhr stoppte bei 1:48,91 Minuten – damit lag das Team gleich 0,8 Sekunden hinter der Walther-Crew (Riesa), die damit ihren ersten Weltcup-Sieg auf der Altenberger Bahn verbuchte.

Mit einer Startzeit von 5,09 Sekunden ging es für Speer und Co. in Lauf zwei. „Das ist überragend“, sagte auch ZDF-Kommentator Martin Wolff, denn damit legte das Friedrich-Team die schnellste Startzeit des gesamten Feldes hin. Doch wegen der fehlerhaften Fahrt rutschte der Schlitten dann einen um den anderen Platz nach hinten – bis auf Rang sechs.

„Wir wollten natürlich mehr, also ganz klar aufs Podest, das war unser Ziel. Zumal es ja auch eine unserer Heimbahnen ist, da geht man schon sehr motiviert an den Start und will besonders gut abschneiden. Außerdem lief schon das Training richtig gut, da sind die Erwartungen dann besonders groß, aber es sollte eben nicht sein“, so der Wirmighäuser.

Weiter zum Königssee

Noch am Sonntag ging für den 27-Jährigen die Fahrt weiter zum Königssee. Dort steht am Sonntag der vierte Weltcup an – doch Speer wird dann pausieren „Zu 90 Prozent werde ich nicht dabei sein und erst einmal wieder eine Athletikwoche einlegen, um mich optimal auf die nächsten Wettkämpfe vorbereiten zu können.“ Denn schon die Woche darauf folgt der nächste Weltcup auf der Naturbahn in St. Moritz – dort ist für Speer ein Start im Schlitten von Maximilian Arndt geplant.

Der Oberhofer stürzte am Sonntag in Altenberg und schlitterte mit seinem 630 Kilogramm schweren Gerät seitwärts über die Ziellinie. Das Team stieg zwar selbstständig aus dem Bob aus, doch Pilot Arndt wurde anschließend am Kinn genäht, außerdem war er kurzzeitig bewusstlos. Doch Co-Trainer René Spies gab an, dass Arndt am Königssee wieder mit von der Partie sei.

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