Gauturntag: Bisheriger Vorstand bleibt zwei weitere Jahre im Amt - Steigende Mitgliederzahlen

„Wir brauchen ein paar Rentner“

Der Vorstand: Gewählt wurden (von links) Jörn Rühl, Jochen Giese, Johannes Briel, Petra Schnellbächer, Johannes Wick und Wilfried Scholl. Fotos: zhw

Frankenberg. Der alte Vorstand des Turngaus Oberlahn-Eder ist auch der neue, die Mitgliederzahl ist gestiegen, die Finanzen sind in Ordnung. Dennoch machte der Vorsitzende Jörn Rühl aus Weidenhausen auf dem Gauturntag im Sportheim des TSV Frankenberg klar, dass sich auch die Turner Gedanken manchen müssen, wie man die Aufgaben der Zukunft lösen will: „Wir sind ein sehr junger Vorstand, bei dem alle Mitglieder noch ihrem Beruf nachgehen. Das ist in anderen Turngauen anders. Die Bevölkerung wird immer fitter und älter. Deshalb sollten auch einige Fachbereiche, die nicht besetzt sind, von erfahrenen Mitgliedern ausgefüllt werden, die mehr Zeit haben. Wir brauchen also ein paar Rentner.“

Besonders lag dem Vorsitzenden des rund 27 000 Mitglieder starken Turngaus die Besetzung des Fachbereichs „Allgemeines Turnen“ am Herzen, der derzeit vakant ist. Der Vorstand wurde ansonsten wiedergewählt. Lediglich Michaela Kittel aus Ernsthausen stellte sich als Fachwartin für Gymnastik und Tanz nicht mehr zur Verfügung.

Rühl freute sich hingegen während seines Rückblicks, dass entgegen dem Trend 250 neue Mitglieder den Weg zu den Turnern gefunden hätten.

Applaus brandete auf, als mit Lara Rühling, Reiner Tripp/Werner Hagenbach und Claudia Staubus drei Ehrungen anstanden. Lara Rühling (Stadtallendorf) erhielt die Auszeichnung für ihren ersten Platz beim Deutschen Schülercup im Rhönradturnen. Tripp/Hagenbach (Ernsthausen) gewannen als Prellball-Team drei Mal beim deutschen Turnfest, und holten sich zehn Mal die Hessenmeisterschaft. Für über 16 Jahre als Übungsleiterin in der Kinderbetreuung wurde Claudia Staubus (Frankenberg) geehrt.

Rühl erinnerte noch einmal an die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres. So seien neben dem Leistungssport - die KTV Obere Kahn hatte den fünften Platz in der 2. Turn-Bundesliga belegt und Kathrin Deuner aus Cappel war deutsche Meisterin auf dem Mini-Trampolin - auch die restlichen Gebiete erfolgreich abgehandelt worden.

Zahlreiche Fort- und Ausbildungen, Schulungen und Veranstaltungen wie die Matinee Gymnastik könnten sich sehen lassen. Im Wettkampfbereich hatte der „Dreimärker“ mit 182 Teilnehmern aus 25 Vereinen herausgestochen, während am Gauturnfest 586 Teilnehmer mitmachten.

Einen zufriedenstellenden Kassenbericht legte Johannes Wick (Marburg) vor: „Wir haben solide Finanzen trotz eines Spendenlochs“, sagte er und war stolz darauf, „dass wir an der Einnahmenschraube vorerst nicht drehen müssen.“ Der Vorstand blickt nach vorn: So sollen verstärkt der Bereich Wandern angeboten und ausgebaut werden, erstmals beim „Dreimärker“. Der nächste Gauturntag findet am 25. Februar in Weidenhausen statt. Dort soll geklärt werden, ob in Zukunft diese Arbeitstagung zentral in Marburg stattfinden soll. In der nächsten Vorstandssitzung soll zudem ein Übungsleiter-Treffen organisiert werden.

Von Wilfried Hartmann

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