Tobias Hunstock im Interview

VfL Wanfried vor Partie gegen TG Rotenburg: „Wir müssen und werden gewinnen“

Hier noch im Trikot der HSG Datterode/Röhrda/Sontra, mittlerweile wieder beim VfL Wanfried: Tobias Hunstock (links).
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Hier noch im Trikot der HSG Datterode/Röhrda/Sontra, mittlerweile wieder beim VfL Wanfried: Tobias Hunstock (links).

Zwei Spiele, zwei Niederlagen, zuletzt eine unfreiwillige dreiwöchige Pause aufgrund des coronabedingten Spielausfalles gegen den TSV Wollrode: Es sind keine leichten Zeiten für die Landesligahandballer des VfL Wanfried.

Wanfried - Gegen den alten Rivalen aus Rotenburg, der mit einem Sieg und zwei Niederlagen ebenfalls nicht überzeugend in die Saison gestartet ist, sollen nun die ersten Punkte der Saison her. Wir haben vor der Partie mit Rückraumspieler Tobias Hunstock über die Situation und das Spiel gesprochen.

Tobias, wie ist die Lage beim VfL?

Zwei Niederlagen zum Auftakt sind natürlich nicht das, was wir uns gewünscht haben. Allerdings denke ich, dass gegen den ETSV ein Remis das gerechtere Ergebnis gewesen wäre.

In Körle haben wir zunächst auch ordentlich gespielt, sind aber nach der 40. Minute völlig von unserer Linie abgekommen und haben deswegen so deutlich verloren. Dass Körle allerdings auch nicht irgendwer ist, zeigt ja die Tatsache, dass sie mit 8:0 Punkten souveräner Tabellenführer sind.

Drei Wochen Pause, gut oder schlecht?

Natürlich ist es für den Spielrhythmus wichtig, möglichst regelmäßig zu spielen. Allerdings haben wir die Pause aus meiner Sicht sehr gut genutzt. Wir hatten eine gute Trainingsbeteiligung und konnten von daher an der Feinabstimmung arbeiten und einige spielerische Dinge effektiv üben.

Auch im Umschaltspiel haben wir an den Stellschrauben gedreht, um am Wochenende erfolgreich sein zu können. Die Stimmung war trotz der beiden Auftaktniederlagen im Training gut, sodass wir als Team optimistisch nach vorne schauen.

Was erwartest du gegen die TG Rotenburg?

Unser Trainer und einige aus unserem Team haben die TG in Eschwege beobachtet. Dort hat sich die TGR auch ohne die Balic-Brüder sehr gut verkauft und als gewachsene Mannschaft verkauft. Nicht umsonst hätten sie beinahe einen Punkt mitgenommen. Sollten die Balic-Brüder gegen uns wieder mitspielen, dürfte die Aufgabe noch um einiges schwieriger werden.

Von daher wünsche ich mir, dass wir mal früh in Führung gehen und dadurch von Beginn an Sicherheit ins eigene Spiel bekommen. Vor allem in der Abwehr wird es wichtig sein, mit guten Aktionen dem Gegner den Zahn zu ziehen. Ich hoffe auch auf die Unterstützung von den Fans, das ist immer sehr wichtig für uns. Allerdings weiß man in Zeiten der Pandemie heute nicht, welche Regeln morgen greifen.

Dein Tipp für morgen?

Wenn wir unser Potenzial abrufen, haben wir gute Chancen, um am Ende erfolgreich zu sein. Platz 3 ist nach wie vor unser Ziel, denn das würde bedeuten, dass wir nach der Vorrunde den Klassenerhalt schon in der Tasche hätten. Die Tabelle ist aktuell etwas verzerrt, unter dem Strich haben wir bisher nur zwei Minuspunkte mehr wie der Tabellendritte. Aber jetzt müssen auch wir liefern, denn die Anzahl der Spiele ist begrenzt.

Aber ich bin sicher, dass wir das hinbekommen. Außerdem wird es Zeit, dass ich nach meiner Rückkehr vor anderthalb Jahren endlich den ersten Pflichtspielsieg feiern kann (lacht). (Tobias Hunstock ist zur Saison 2020/2021 zum VfL zurückgekehrt. Die Serie wurde nach einem Spiel (Remis) abgebrochen, in dieser Saison gingen bisher beide Spiele verloren; Anm. d. Red.)

Zur Person

Tobias Hunstock (27) spielte von Kindesbeinen an für den VfL Wanfried, ehe er 2011 zum TSV Völkershausen wechselte und mit diesem von der A-Liga bis in die Bezirksoberliga aufstieg. 2013 kehrte er zum VfL Wanfried zurück, wo ihn ein Jahr später eine schwere Knieverletzung für ein Jahr außer Gefecht setzte. Nach fünf Operationen und einem Gastspiel bei der SG Datterode/Röhrda kehrte er 2020 erneut zum VfL zurück. Hunstock arbeitet bei der Sparkasse Werra-Meißner als Bankkaufmann und lebt mit seiner Freundin in seinem Heimatort Völkershausen. 

(Stefan Konklowsky)

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