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Nachspielzeit: Wir sehen uns im neuen Jahr

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Sascha Herrmann, HZ-Sportredakteur
Sascha Herrmann © LUDGER KONOPKA

In dieser Wochendkolumne gibt es einen persönlichen Jahresrückblick

31. Dezember. Silvester. Der letzte Tag des Jahres. Eine letzte Nachspielzeit noch. Dann war’s das.

2022 hat uns viel abverlangt. Das dritte Jahr Leben mit der Pandemie. Der ebenso unfassbare wie unmenschliche Angriffskrieg eines Wahnsinnigen und seiner Gefolgschaft mitten in Europa. Die Energiekrise, mit deren Folgen wir in Zukunft zu kämpfen haben werden. Durchatmen. Innehalten. Nach vorn schauen.

Lassen Sie uns sportlich bleiben. Die Fußball-WM in Katar, die nur die wenigsten von uns wollten, endete aus deutscher Sicht in einem Debakel. Deutschland gehört nicht mehr der Weltspitze an. Deutschland ist keine Turniermannschaft mehr. Deutschland fehlen Identifikation, Leidenschaft, Leichtigkeit und vieles mehr. Andere Nationen, allen voran der verdiente – wenngleich nicht sonderlich sympathische – Weltmeister Argentinien, haben es vorgelebt.

Aber war denn wirklich alles schlecht im vergangenen Jahr? Nein, das war es nicht. Das zeigt auch unser Jahresrückblick in Bildern, der in den vergangenen Tagen erschienen ist. Ich denke in erster Linie an den Lollslauf, der (endlich) in seiner traditionellen Form zurückgekehrt ist. 2800 Läufer gingen bei sensationellem Herbst-Wetter in Bad Hersfeld auf die Strecke. Schön war’s.

Ich erinnere mich besonders gern an den Läufersegen vor dem Start. „Denkt nicht in erster Linie an Eure Bestzeiten, sondern seid dankbar dafür, dass ihr heute Morgen gesund aufgewacht seid und gemeinsam am Lollslauf teilnehmen könnt“, gaben die Pfarrer Jäger und Zehender den Sportlern im Oktober mit auf ihren Weg.

Paula Brenzel aus Schenklengsfeld nimmt als Guidin der sehbehinderten Noemi Ristau an der Para-Ski-WM und den Paralympics teil. Auch ohne Medaille ist das eine tolle Leistung. Para-Sportschützin Natascha Hiltrop ist erneut national und international erfolgreich. Rotenburgs Volleyballerinnen surfen seit einem Jahr auf der Erfolgswelle.

Die Fußballer aus Friedlos und Hohe Luft bejubeln Aufstiege – kämpfen aber mittlerweile gegen den Abstieg. Mengshausens Schützen ziehen ihr Team aus der Bundesliga zurück. Es geht nicht immer nur bergauf.

Mein persönlicher Lichtblick 2022? Die Geburt von Elias, dem Sohn unserer lieben Kollegin Kristina Marth.

Im Namen meiner Kollegen wünsche ich Ihnen, liebe Leser, alles Gute für 2023. Bleiben Sie gesund – und sportlich.

Von Sascha Herrmann

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