„Wir wollen das Ding gewinnen“

Fußball-Verbandsliga: Heute Abend Kreisderby zwischen SV Adler und Lichtenauer FV

Will wie im vergangenen Juli jubeln: Im Halbfinale des Kreispokals gab es in Lichtenau einen 3:1-Auswärtssieg für den SV Adler Weidenhausen – auch dank einer starken Leistung von Torwart Johannes Klotzsch.
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Will wie im vergangenen Juli jubeln: Im Halbfinale des Kreispokals gab es in Lichtenau einen 3:1-Auswärtssieg für den SV Adler Weidenhausen – auch dank einer starken Leistung von Torwart Johannes Klotzsch.

Heute (Mittwoch, 15. September) kommt es ab 19.30 Uhr in Weidenhausen zum Kreisderby in der Fußball-Verbandsliga zwischen dem SVA und dem Lichtenauer FV. Einen Favoriten gibt es nicht.

Eschwege – Bei der 1:2-Niederlage des SV Adler Weidenhausen im vergangenen Jahr im Fußball-Kreispokalfinale gegen den Lichtenauer FV war SVA-Torwart Johannes Klotzsch an beiden Gegentreffern beteiligt und wurde zur tragischen Figur.

Vor dem erneuten Kreisderby am heutigen Mittwochabend auf dem Weidenhäuser Chattenloh (19.30 Uhr) in der Fußball-Verbandsliga ist das für den 25-Jährigen allerdings längst abgehakt: „Ich gehe in das Spiel wie in jedes andere auch und mache mir damit überhaupt keinen zusätzlichen Druck.“

Johannes Klotzsch: „Natürlich wollen wir das Ding gewinnen“

Unabhängig davon habe das Duell mit dem Lichtenauer FV aber alleine wegen der lokalen Nähe und dem Umstand, dass noch vor einigen Jahren viele Spieler aus dem ehemaligen Verbandsligateam der SV 07 Eschwege für Lichtenau spielten, eine gewisse Brisanz.

Das zeigte sich bereits im hitzigen Pokalhalbfinale im vergangenen Juli, dass der SV Adler Weidenhausen – auch dank einer starken Leistung von Torwart Johannes Klotzsch – mit 3:1 für sich entscheiden konnte.

„Natürlich wollen wir das Ding gewinnen und hauen heute Abend alles raus, was geht“, so der 25-Jährige. Und was macht ihn zuversichtlich? „Weil wir in diesem Jahr in der Breite wirklich gut besetzt sind und aufgrund der Verletzungsprobleme jeden einzelnen Spieler brauchen, ist ein besonderer Teamgeist entstanden. Das zeichnet uns schon aus“, sagt er.

Der Respekt beruht auf Gegenseitigkeit

Einfach dürfte die Aufgabe für den SV Adler Weidenhausen allerdings nicht werden, denn in der Tabelle trennen beide Teams lediglich drei Punkte, ein eindeutiger Favorit ist nicht auszumachen. Der von Spieler Alexandru Cucu trainierte Lichtenauer FV verlor noch keines der sechs Saisonspiele, am vergangenen Samstag gab es in Unterzahl gar ein 1:1 bei der so hoch gehandelten SG Bad Soden.

„Für uns sind die Lichtenauer eine echte Hausnummer, aber der Respekt beruht sicherlich auf Gegenseitigkeit“, sagt SVA-Teammanager Stefan Stederoth im Vorfeld der Partie. Den Umbruch mit vielen Ab- und Zugängen habe der Verbandsliganachbar „gut hinbekommen“ und sich mit Maxim Antoniuc, Dmitri Maneacov und Cédric Mimbala vor Transferschluss gut verstärkt.

„Sie sind eine erfahrene und robuste Mannschaft, die sicherlich hoch motiviert sein wird“, sagt Stederoth, der wie Torwart Johannes Klotzsch angriffslustig ist: „Wir wollen einen raushauen, das Derby gewinnen und uns vorne in der Tabelle festbeißen.“

SV Adler Weidenhausen wieder zur Rotation gezwungen

Dabei wird der von Ronald Leonhardt trainierte SV Adler Weidenhausen – wie so oft in dieser Saison – möglicherweise wieder einmal zur Rotation gezwungen sein: Yannik Mainz wird mit einem Muskelfaserriss definitiv fehlen, Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Tim Ullrich, Henrik Renke, Thomas Hammer und Jan Gonnermann (alle Muskelprobleme).

„Im Vergleich zur ersten Pause im vergangenen Jahr, die wesentlich kürzer war, ist auffällig, dass nun viele Spieler mit Muskelproblemen zu kämpfen haben“, sagt Stefan Stederoth. In diesen Fällen gelte es, Einsätze immer vorsichtig abzuwägen, um keine wochenlangen Ausfälle zu riskieren.

Beim Lichtenauer FV werden Außenverteidiger Maxim Antoniuc (Rote Karte) und John Schneider (Gelb-Rote-Karte) nicht zur Verfügung stehen. Ansonsten sind laut dem Sportlichen Leiter Erkan Kilci alle Spieler an Bord. (Maurice Morth)

Das sagt Erkan Kilci, der Sportliche Leiter des Lichtenauer FV

„Das eine Team ist hinter dem Hohen Meißner und das andere davor, aber wir nehmen uns in der Verbandsliga nichts weg. Wir sind die beiden ranghöchsten Mannschaften im Werra-Meißner-Kreis, das ist schön, aber so viel Rivalität ist nicht da. Ich bewundere bei den Weidenhäusern, dass sie seit 2009 so stabil in der Verbandsliga sind. Sie haben ein gefestigtes Team und mit Sören Gonnermann den besten Angreifer der Liga. Sie werden um den Titel mitspielen.“

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