Baunataler Hürdensprinterin meldet sich gesund zurück

WM-Dritte 2017: Hürden-Sprinterin Dutkiewicz kann wieder lachen

Ein Selfie für Fans und Freunde: So präsentierte sich Pamela Dutkiewicz vor Kurzem in den sozialen Netzwerken.
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Ein Selfie für Fans und Freunde: So präsentierte sich Pamela Dutkiewicz vor Kurzem in den sozialen Netzwerken.

Verletzungspause überstanden: Pamela Dutkiewicz hat diese schwierige Hürde gemeistert. Jetzt meldete sich Deutschlands beste Hürdensprinterin zurück.

Bei Facebook und Instagram schrieb die aus Baunatal stammende Leichtathletin: „Juhu! Auch dieses Jahr bin ich offiziell gesund und sporttauglich.“

Hürden-Sprinterin Dutkiewicz kann wieder lachen

Was Dutkiewicz damit meint: Die Sportärzte des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gaben ihr nach der alljährlichen Pflichtuntersuchung grünes Licht. 

„Da werden Herz, Lunge und alle möglichen Funktionen unter Belastung überprüft. Bei mir ist alles okay“, erklärt die 28-Jährige, die für den TV Wattenscheid startet. Ihr Foto lässt zumindest erahnen, dass es körperlich nicht viel auszusetzen gibt.

Überhaupt wirkt Dutkiewicz gut gelaunt wie eh und je. Sie kann wieder lachen. Vor vier Monaten sah das anders aus. Mitte Juli zog sich die WM-Dritte von 2017 eine Adduktorenverletzung zu, sie musste die Saison beenden und verpasste die Weltmeisterschaft in Doha. 

„Ich hatte viel Zeit und Kraft investiert. Es hat gedauert, bis ich den Rückschlag verdaut hatte“, sagt sie rückblickend. Drei bis vier Wochen habe sie gebraucht, um sich mental zu lösen und Abstand zu gewinnen. Der tat ihr aber richtig gut, wie sie sagt.

WM-Dritte 2017 hat Verletzungspause überstanden

Während der Titelkämpfe zog sie um und hatte zunächst keinen Fernsehanschluss – von daher bekam sie gar nicht so viel mit. Selbstmitleid kam für die Frohnatur ohnehin nicht infrage. Stattdessen blickte sie schnell nach vorn und versuchte, das Beste aus dieser Zwangspause zu machen. 

Acht Wochen Reha, Urlaub im Schwarzwald und in Tirol. Sie habe sich gut erholt und die Entschleunigung richtig genossen. Dutkiewicz drückt es so aus: „Ich habe das Päckchen abgelegt. Das war wahnsinnig wichtig.“

In dieser Phase stellte sie außerdem fest, dass sie ihren Körper zuletzt in Grenzbereiche getrieben hat. „Das Gefühl, es fehlt nicht viel, dann ist man ausgebrannt, ist nicht schön.“ Also brach sie festgefahrene Muster auf. Zum Beispiel änderte sie ihre Ernährung. 

Dutkiewicz ließ ihre Werte prüfen und machte sich schlau, wie ihr Körper auf welche Lebensmittel reagiert – Ergebnis: Sie verzichtet nun auf Milchprodukte. „Ich hatte einen Deal mit mir: Ich wollte mich so fit wie möglich halten. Und die Ernährung konnte ich selbst beeinflussen.“

Deutschlands beste Hürdensprinterin meldet sich zurück

Geschadet hat es nicht. Ihren Körperfettanteil hat sie reduziert. „Mir geht es wirklich sehr gut“, sagt Dutkiewicz. Seit Oktober befindet sie sich im Aufbautraining – in jener Phase, die viel Zeit und Energie fordert und in der die Grundlagen für die kommende Saison gelegt werden. 

Nach den ersten Tests musste sie allerdings feststellen, dass in Sachen Fitness einiges aufzuholen ist. Aber wenn die Zwangspause für etwas gut war, dann für diese Tatsache: Dutkiewicz ist noch ein Stück gelassener geworden. Sieht die Dinge entspannter. 

Was freilich nichts an ihrem Ziel ändert: die Sommerspiele in Tokio. Ansonsten will sich Dutkiewicz nicht so viel vornehmen. Freimachen von Stress und Druck. Damit das Lachen lange anhält.

Im Februar 2019 wurde Dutkiewicz Deutsche Meisterin über 60 Meter. Die für den TV Wattenscheidt startende Athletin gewann bei den nationalen Titelkämpfen den Titel in der Halle.

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