Söhne Enosch und Julius sind in die Fußstapfen ihrer erfolgreichen Eltern getreten

Die Wolfs: Basketball im Blut

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Wolf hoch drei: Vater Horst mit seinen Söhnen Enosch (r.) und Julius (l.) bei einer der eher seltenen Gelegenheiten, wo alle mal in Göttingen zusammen sind.

Göttingen. So erfolgreich dürfte wohl sonst keine andere Basketball-Familie in Deutschland sein! Die Mutter langjährige Bundesliga-Spielerin, der Vater ebenfalls einst ein Ausnahmespieler in der 1. und 2. Liga sowie Nationalspieler und zwei Söhne vor einer noch unabsehbaren Karriere – das ist die seit 1998 in Göttingen ansässige Basketball-Familie Wolf.

Übrigens inclusive Tochter Ronja, das Nesthäkchen, das gerade U 13-Niedersachsenmeisterin wurde.

Inken Wolf, unter ihrem Mädchennamen Holzbach besser bekannt, spielte einst für die BG 74 in der Frauen-Bundesliga und zuvor in Marburg. Dort begann die (Basketball-)Liebe zum 2,09-m-großen Horst Wolf, der am vorletzten Freitag 47 wurde. Der aus dem bayrischen Amorbach im Odenwald stammende Hüne ging seinerzeit für den USC Heidelberg, BSC Saturn Köln (Vizemeister 1986), MTV Gießen, Ludwigsburg (Pokalsieger 1992), Karlsruhe und ebenfalls für die BG 74 auf Korbjagd. Eine langjährige Karriere, in der auch drei A- und drei B-Länderspiele in der Vita stehen sowie Deutschlands erstes Bronze bei der Kadetten-EM 1981.

Zwei Riesen-Söhne

Inzwischen sind die Äpfel nicht weit vom Stamm gefallen. Die Söhne von Horst Wolf, der inzwischen von seiner Frau getrennt lebt, sind dabei, in die großen Fußstapfen der Eltern zu treten. Enosch (20) hat den „Herrn Papa“ zumindest an Größe schon übertroffen: 2,15 Meter ist das 118-Kilo-Talent groß. Und auch der erste größere Erfolg ist spektakulär: Zusammen mit dem Berliner Niels Giffey wurde er NCAA-Meister mit den „UConn Huskies“. Das ist die US-College-Meisterschaft, die sein Team von „University of Connecticut“ (in der Nähe von Boston) holte. Unvorstellbar für deutsche Basketball-Verhältnisse: Bei diesem Nachwuchs-Finale waren 70 000 Zuschauer, zu „normalen“ Heimspielen kommen im Schnitt 10 000 Fans.

Schon vor knapp vier Jahren hatte Enosch Wolf ein Angebot von Bundesligist BG Göttingen. Doch er lehnte (noch) ab – er hätte sonst seinen Amateurstatus verloren und am US-College ein Jahr nicht spielen können. „Es war der richtige Schritt“, sagt der größte der „Wölfe“. Sein Vorteil: Enosch, der auch Fußball (RSV) und Handball (MTV) in Geismar ausprobierte, ist Linkshänder, eher ungewöhnlich im Basketball.

Der Trainer ist der Vater

Angefangen hat er mit sieben, sein „kleinerer“ Bruder Julius (2,01 m) mit fünf Jahren. Der jüngere Wolf ist seit drei Jahren an der Ehinger Urspringschule, einem hochgeschätzten Basketball-Internat. Zwei deutsche Meistertitel, eine tolle Rolle in der NBBL („Double-Double“-verdächtige 20 Punkte und 10 Rebounds im Schnitt) belegen auch Julius Wolfs (18) längst noch nicht ausgeschöpftes Talent, das er auch bei der U 17-WM zeigte.

Dass Familie Wolf sozusagen Basketball im Blut hat, belegt auch Tochter Ronja. Die 13-jährige BGerin gilt ebenso als großes Talent. Kein Wunder bei diesem Trainer: Es ist ihr Vater Horst. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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