Kreisoberliga

„WWW-Sturm“ meistert Hürde: SG HNU siegt 6:2 in Waldkappel

Marcel Weishaar (rechts) von der SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund bejubelt seinen direkten Eckballtreffer mit Lukas Wetterau.
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Marcel Weishaar (rechts) von der SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund bejubelt seinen direkten Eckballtreffer mit Lukas Wetterau.

Die SG Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund hat am ersten Spieltag in der Fußball-Kreisoberliga die Hürde TSV Waldkappel mit einem kleinen Wackler genommen.

Waldkappel - Die Südringgauer waren beim ersten Serienspiel nach über 300 Tagen insgesamt die effizientere Mannschaft und gewannen mit 6:2 (3:1). Dabei bewies vor allem der „WWW-Sturm“, bestehend aus Lukas Wetterau, Marcel Weishaar und Janik Wittich, eine bestechende Frühform. Aber der Reihe nach.

Der Gruppenliga-Aufsteiger aus 2016 und 2018 kam besser in die Partie. In der vierten Spielminute verarbeitete Mittelstürmer Wetterau einen Einwurf von Rechtsverteidiger Tobias Langheld mit seiner ganzen Klasse und ließ den Waldkappel-Kapitän Marc-Alexander Lenz alt aussehen, ehe er mit der Innenseite den Ball die Maschen schob – 1:0.

Henrik Schiller hatte den Ausgleich auf dem Fuß

Mit der Führung im Gepäck leiste sich die SG HNU leichtsinnige Fehler im Defensivverbund. Während Waldkappels Sechser Sebastian Saakel (7.) den HNU-Kasten per Volley noch knapp verfehlte, war es Henrik Schiller, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Aber das Eigengewächs der Uhlenfänger scheiterte an Schlussmann Louis-Jakob Bauer.

Als das Spiel etwas verflachte, fiel auf, dass auf beiden Seiten ständig kommuniziert wurde. Uwe Stückrath, neuer Trainer des TSV Waldkappel, gab lautstarke Kommandos. „Bis zur Mittellinie“ und „redet miteinander“ waren seine Ansagen. Sein Pendant, Andreas Hartmann, stand ihm in nichts nach. „Schnelles Umschalten und nicht im Trabtempo“, sagte er zu seinen Schützlingen, als er sich in Minute 25 über eine nicht genutzte Kontersituation ärgerte.

Zehn Minuten später sollte Linksaußen Marcel Weishaar ihm ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Der Rechtsfuß verwandelte einen Eckball direkt. TSV-Keeper Nico Wilhelm fluchte lauthals, weil ihn Weishaar im Stile von Schlitzohr Mario Basler auf dem falschen Fuß erwischte. Fünf Zeigerumdrehungen später bediente der omnipräsente Weishaar Rechtsaußen Wittich, der mit einem trockenen Rechtsschuss die 3:0-Führung markierte.

Stückrath bemängelt fehlende Absicherung

Wer nun aber dachte, dass die Moral der Stückrath-Elf gebrochen sei, der sah sich getäuscht. Schiller (43.) erzielte mit einem satten Rechtsschuss aus 20 Metern noch vor der Pause den Anschlusstreffer, ehe Vize-Kapitän Julian Fitz (59.) nach der Pause das 2:3 markierte.

„Wir waren am Drücker und müssen das 3:3 machen“, so Stückrath, der mit vielen individuellen Fehlern haderte: „Wir haben uns leider den möglichen Punktgewinn durch eigene Fehler kaputt gemacht.“ Vor allem der Gegentreffer zum 2:4 (65.) brachte Stückrath auf die Palme. Nach einem eigenen Eckball habe man sich auskontern lassen – Wittich musste nur noch einnicken. Weishaar (79.) und Wetterau (85.) machten das halbe Dutzend für den WWW-Sturm und den Titelaspiranten SG HNU perfekt. (Marvin Heinz)

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