Eine Reise zu den nordhessischen Orten

HNA-Yogasommer: Die sechs Standorte - Abschluss am Sonntag

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Der HNA-Yogasommer kann eine abwechslungsreiche Reise durch Nordhessen sein.

Der HNA-Yogasommer kann auch eine abwechslungsreiche Reise durch Nordhessen sein. Mit idyllischen Standorten, mit unterschiedlichen Yoga-Stilen.

Was überall gleich ist: Man trifft auf gut gelaunte und entspannte Menschen. Eine Reise zu den sechs Standorten der Region.

Kassel, Park Schönfeld

Ein Montag im Park Schönfeld. Es ist nicht zu heiß. Fast 400 Menschen füllen die Wiese. Yogalehrerin Claudia Grünert ist sichtlich beflügelt. Als von der Seebühne des benachbarten Grimmfestivals Synthesizerklänge herüberwehen, scherzt sie: „Sogar das Göttliche ist mit uns.“ 

Der Park dicht am Verlagsgebäude der HNA ist der bestbesuchteste Standort des Yogasommers. Immer liegen die Matten hier dicht an dicht. Da landen die Füße schon mal auf der Matte des Nachbarn. Stören tut das niemanden, ebenso wenig wie der Wind, der aus den umstehenden Bäumen Blüten rieseln lässt. Einmal läuft eine komplette Fußball-Mannschaft vorbei. Grünerts Kommentar: „Die habe ich extra für euch bestellt.“

Kassel, Karlsaue

Der Umzug eine Wiese weiter hat sich gelohnt. Mitten in der Karlsaue ist das Birkenwäldchen ein Kleinod. Ein Lieblingsort des Yogasommers. Auch an den heißesten Tagen spenden die Birken kühlenden Schatten. Der Standort hat viel erlebt in neun Wochen. Häufig wechselnde Yogalehrer. Mondyoga. 

Den Zissel als Nachbarn. Hier bleiben Teilnehmer nach der Stunde noch sitzen und lassen ein Picknick folgen. Oder ziehen weiter zum Kulturzelt. Wie in vielen Yogastunden wird es auch hier oft tierisch. Bei Übungen wie dem Hund. Der Katze. Dem Löwen. Während einer Stunde von Lehrerin Regine Moschner lernen die Yogis dann, dass Hunde den Löwen nicht mögen: Als aus 250 Mündern Löwengebrüll erschallt, wird das aus allen Ecken der Aue mit Hundegebell erwidert.

Yoga in der Karlsaue

Baunatal, Sportwelt

Erste Frage auf der Wiese hinter der Sportwelt des gastgebenden KSV Baunatal: „Warum liegt hier Stroh?“ Tut es natürlich nicht. Aber die Wiese ist gemäht und in der Sommerhitze ausgetrocknet. Die Yogamatte liegt deshalb irgendwie höher als üblich. Das stört spätestens dann nicht mehr, wenn die gut gelaunte Tina Koumantsioti schelmisch fragt: „Wenn morgen der Muskelkater kommt, seid ihr mir nicht böse?“ 

Hier merkt der Yogi schnell: Baunatal ist Sportstadt. Direkt hinter Koumantsioti findet im Basketball-Käfig Boxtraining statt. Radfahrer kommen vorbei, ganze Jogginggruppen. Ein paar Meter weiter trainiert im Park eine Fitnessgruppe. Mit der haben die Yogis eines gemeinsam: Schweiß fließt auch bei ihnen ganz schnell.

Frielendorf, Silbersee

Mehr Idylle geht kaum. Mitten ins Naherholungsgebiet hat der rührige Tuspo Frielendorf die Yogis eingeladen. Als die Matten vor dem Wellnessparadies ausgerollt werden, kommentiert ein älterer Herr: „Das hier ist beste Übung.“ 

Er liegt. Darf aber nicht lange liegen bleiben. Dafür sorgt Yogalehrerin Manuela Fritsch, die die Sache sehr sportlich angeht. Nur in Frielendorf wird die Stunde von Musik begleitet. Auffällig viele Kinder sind hier aktiv – und genauso eifrig dabei wie die Älteren.

Wolfhagen, Bruchwiesen

Die Stunde in Wolfhagen beginnt ungewöhnlich. Yogalehrerin Martina Metzger kurvt mit ihrem Auto auf die Wiese. Das hat mehrere Gründe. Es transportiert die Soundanlage. Es dient als Plakathalter. Und: Es hält die Gänse fern, die sich im letzten Jahr häufig den Matten genähert hatten. Es ist sehr heiß an diesem Tag. Metzger sagt: „Sollte jemand umfallen: Hebt vorher die Hand, damit ich Bescheid weiß.“ Gelächter. In Wolfhagen wirkt die Yogagemeinde wie eine große Familie. Eine Hundertköpfige.

Der HNA-Yogasommer in Wolfhagen

Witzenhausen, Werra

Direkt am Flussufer kommt fast Urlaubsstimmung auf. Ein Café im Holzwaggon lädt ein, vor der Stunde noch einen Espresso zu schlürfen. Wo in Witzenhausen Yoga gemacht wird, da wird auch Fußball gespielt – auf dem Bolzplatz direkt nebenan. 

Als Lehrerin Gabriele Parrisius fragt: „Wer hatte noch nie Rückenschmerzen?“, kommt vom Fußball der Ruf: „Ich nicht!“ Ja, als Zwölfjähriger geht das noch. So entspannt wie die Atmosphäre ist dann auch das Yoga. Sehr im Fluss am Fluss. Der Rücken freut sich. Und nebenan fällt ein Tor.

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