Wenn 250 Teilnehmer Werbung machen und ein Standort überzeugt

HNA-Yogasommer: Es ist keine Frage des Alters

Yoga-Debüt mit 85 Jahren: Elenore Ziegler.

Kassel. Yoga macht mobil. Yoga begeistert. Yoga ist der Sport der Stunde. Der HNA-Yogasommer zieht hunderte Yogis an.

650 waren es am Sonntag beim Auftakt auf der Hessenkampfbahn, 250 bei der ersten Veranstaltung im Park Schönfeld am Montag.

1. Teilnehmer als Werbeträger:  Wieder ließe sich sagen: „Wow.“ Bis kurz nach 18.30 Uhr trudeln Nachzügler ein. Aus der Vogelperspektive betrachtet, verwandelt sich die Wiese im Park Schönfeld an den Klanginstallationen in einen bunten Flickenteppich aus Yogamatten und Sportlern. 250 sind es letztlich, die sich um Lehrerin Claudia Grünert anordnen. „Es ist toll, dass wir uns zur documenta so nach außen präsentieren“, begrüßt sie die Yogis, die eine wunderbare Kulisse bilden und als Kollektiv zum Werbeträger des HNA-Yogasommers werden.

Immer wieder bleiben Spaziergänger stehen. Immer wieder steigen Radfahrer ab und schauen ein paar Minuten dem Geschehen zu. Gut möglich, dass sie am nächsten Montag mit Yogamatten im Gepäck ebenfalls zu Teilnehmern werden.

Haben dank Trainerin Claudia Grünert (links) die Freude am HNA-Yogasommer als Familienereignis entdeckt: Laura (von links), Mama Michelle und Sarah Reichert. Alle Fotos:  Fischer

2. Keine Frage von Alter und Geschlecht: Yoga ist keine Frage des Alters. Ganz im Gegenteil. Manche Mamas haben ihre Kinder dabei. Die machen einfach mit oder tollen umher und spielen. Stören tun sie niemanden. Andere Sprößlinge wiederum sind den Kinderschuhen längst entwachsen: So wie Familie Reichert. Mutter Michelle (47) ist mit ihren beiden Töchtern Sarah (24) und Laura (21) gekommen. „Wir wollen Yoga mal testen“, erklärt Sarah. „Es ist unser Debüt“, ergänzt die Mutter. Und: „Es ist eine schöne Alternative zum normalen Fitnesssport“, sagt Laura. Das Trio gerät während der Einheit mächtig ins Schwitzen, fällt aber ein einstimmiges Fazit nach 60 Minuten: „Das war ganz schön anstrengend. Aber wir kommen wieder.“ Die Alterspräsidentin heißt Eleonore Ziegler. Der Kasselerin merkt man ihre 85 Jahre kaum an. Fast alle Übungen macht sie mit. Ihr Geheimnis: „Ich mache jeden Morgen Gymnastik.“ Ihr gefällt Yoga so gut, dass ihr Debüt keine einmalige Angelegenheit bleiben soll.

Erfahrener Yogi: Matthias Mostaus Guxhagen.

Yoga ist außerdem auch keine Frage des Geschlechts. Zugegebenermaßen sind unter den 250 mehr Frauen als Männer. Doch auch das starke Geschlecht ist vertreten. Michael Most beispielsweise ist extra aus Guxhagen gekommen, er ist ein erfahrener Yogi, hat sogar selbst einen Trainerschein. „Ich bin neugierig, wie es ist, sich im Park Schönfeld zu bewegen. Eine solche Location gibt es nicht alle Tage. Die Atmosphäre ist etwas Besonderes.“ Womit wir zu Punkt drei kommen.

3. Der Standort: Ist wirklich idyllisch. Hohe Bäume spenden den Yogis auf der Wiese Schatten, vom Verkehr der Frankfurter Straße ist so gut wie nichts zu hören. Manchmal ist es so ruhig, dass nur das Zwitschern der Vögel zu hören ist. Einzig Grünerts Hinweis gleich zu Beginn, auf Zecken zu achten, sorgt kurz für Unruhe, die sich aber schnell wieder legt. Die bissigen Insekten scheinen die Yogis an diesem Abend in Ruhe zu lassen.

Das Schlusswort gehört Kathrin Hellmerichs. Sie schwärmt: „Das hat hier solch eine Qualität. Im Grünen. Es gibt so viele Leute, die ich kenne. Das ist ein Treffpunkt für das ganze Viertel.“

www.hna.de/yoga

250 Teilnehmer beim Yogasommer-Auftakt im Park Schönfeld

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